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Dies wird aber durch den beweglichen
Kopf ausgeglichen, der um 270 Grand drehbar ist.
So kann der Waldkauz über die rechte Schulter schauen, wenn er den Kopf
nach links dreht. Das Gehör ist für die nachjagenden Eulen das
wichtigste Sinnesorgan. Sie können nicht nur die Richtung, sondern auch
die Entfernung von den leisesten Geräuschen wahrnehmen. Der Waldkauz ist
ein häufiger Brutvogel in Mitteleuropa und kommt in Wäldern, Parks, auf
Friedhöfen, in Alleen und Gärten mit altem Baumbestand vor. Der Waldkauz
ist sehr anpassungsfähig, was den Brutplatz betrifft. Es werden
Baumhöhlen bevorzugt, ungestörte Winkel in Gebäuden, Scheunen,
Dachböden, Kirchtürme und Ruinen sind nicht nur geeignete
Brutplätze, sondern auch gute Tagesverstecke. Auch in überdachten
Kaminen sieht man tagsüber oft Waldkäuze sitzen. Waldkäuze sind gewandte
Flieger.Nahrung: In der Dämmerung und
nachts macht sich der Waldkauz auf zur Nahrungssuche. Meistens sitzt er
dazu auf einer Warte (Ansitzjagd) und wartet auf die Geräusche seiner
Beutetiere. Der Waldkauz ist ein mutiger Jäger, er schlägt jede
Beute, die er überwältigen kann. Bei der Wahl seiner Beutetiere ist der
Waldkauz sehr flexibel. Sein Nahrungsspektrum reicht von der Maus,
Kleinsäuger, Sperlinge Stare, Eichhörnchen, Jungkaninchen, Tauben,
Maulwürfe, Ratten und selbst Frösche und Kröten
werden deutlich bevorzugt und erbeutet .
In insektenreichen Jahren stehen
auch Nachtfalter u.ä. auf seinem Speiseplan. Im Sommer besteht die
Nahrung hauptsächlich aus Mäusen und
Spitzmäusen, von denen er am Nistplatz gelegentlich einen kleinen Vorrat
zusammenträgt. Im Winter schlägt er auch andere Vogel in den Wäldern und
Parks. Er rüttelt so lange vor den Schlafplätzen der Vögel, bis
sie auffliegen, und greift sie dann aus der Luft.
Die unverdaulichen Reste wie z.B. Knochen, Haare, Federn werden im Magen
zu rundlichen, filzigen Ballen zusammengepresst und
wieder ausgewürgt.
Sie werden als Gewölle
bezeichnet. Der Flug des Waldkauzes ist fast lautlos,
vor allem fehlt ihm der kurzwellige Geräuschanteil bis in den
Ultraschall, den seine Beutetiere besonders gut wahrnehmen können.
Fortpflanzung: Im
Februar/März beginnt die Balz bei den Waldkäuzen. In dieser Zeit
reagieren die Männchen besonders aggressiv auf männliche Artgenossen,
sodass es auch zu Kämpfen kommen kann. Haben sich zwei Partner
gefunden, so bleiben sie ein Leben
lang zusammen.
Der Waldkauz brütet in morschen
Bäumen, Feldscheunen und Kirchtürmen; die Eier werden offen und ohne
Nestunterlage in einem Winkel abgelegt. Waldkäuze leiden heute mangels
hohler Bäume fast überall unter Wohnungsnot und brüten nicht selten in
verlassenen Krähennestern oder zwischen Baumwurzeln am Boden, auch im
Dachgebälk von Gebäuden. Das Weibchen legt alle zwei Tage ein Ei von durchschnittlich
47 mm Länge. Gelegegröße 3 bis 5 Eier,
je nach Nahrungsangebot auch mehr oder weniger. Es wird meist vom ersten
Ei an gebrütet und verläßt bis zum schlüpfen der Jungen (28 bis 30 Tagen)
kaum den Nistplatz. Nur das Weibchen brütet und wird dabei vom Männchen
mit Nahrung versorgt. Die Jungen werden blind geboren; sie öffnen ihre
Augen erst nach zehn Tagen. Wenn die Jungen nicht mehr gehudert (warmgehalten)
werden müssen, unterstützt das Weibchen das Männchen bei der Nahrungssuche.
Nach ungefähr vier Wochen verlassen die Jungen erstmals das Nest. Sie
werden dann in der Waidmannssprache als "Ästlinge" bezeichnet.
Sie sind mit Hilfe ihrer Krallen und Schnäbel geschickte Kletterer und
steigen aus dem Grund hohler Bäume durch einen manchmal viele Meter
hohen Kamin nach oben. Während sie ausfliegen, sind die Altvögel
besonders angriffslustig und können auch einen Menschen mit ihren
Krallen in Haare und Augen greifen.
Alle Eulen wie auch der Waldkauz steht unter
besonderen Schutz. Sie unterliegen nicht dem Jagdrecht
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