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Er bewohnt häufig
hohle Bäume, alte Vogelnester, Eichhörnchenkobel oder Spechthöhlen. Baummarder ernähren sich von kleinen Säugetieren
(Mäuse- bis Hasengröße), Vögeln und Insekten; daneben frisst er
pflanzliche Kost wie Obst, Nüsse und Beeren. Er ist bei Dämmerung und
Nacht aktiv. Seine Beute tötet er durch einen Biss in den Nacken. Junge Baummarder sind bei der Geburt etwa 10 cm
lang. Meistens befinden sich drei Junge im Wurf. Sie bleiben acht Wochen
lang im Nest, das sich in verlassenen
Eichhörnchenkobeln oder
Vogelnestern befinden kann, bevor sie umherzuklettern beginnen. Im
zweiten Lebensjahr sind sie geschlechtsreif. Baummarder können bis
sechzehn Jahre alt werden, sterben aber in freier Wildbahn meistens vor
dem zehnten Lebensjahr.
Der Baummarder wird auch "Edelmarder" genannt,
weil sein Pelz früher sehr begehrt war. Durch diesen Umstand ist der
Baummarder selten geworden.
Der Edelmarder ist von ähnlicher
Gestalt und Grösse wie der Steinmarder. Ausgewachsene Individuen weisen
bei einer Schulterhöhe von etwa 15 Zentimetern eine Kopfrumpflänge von
im allgemeinen 40 bis 50 Zentimetern, eine Schwanzlänge um 25 Zentimeter
und ein Gewicht von gewöhnlich zwischen 1,1 und 1,4 Kilogramm auf, wobei
die Männchen durchschnittlich etwas grösser sind als die Weibchen.
Vom Steinmarder lässt sich der
Edelmarder äusserlich hauptsächlich durch drei Merkmale unterscheiden:
Erstens ist sein Kehlfleck hellgelb bis gelb, während er beim
Steinmarder stets weiss ist. Zweitens ist sein Fell prächtig rotbraun
gefärbt, während es beim Steinmarder ein «neutrales» Braun aufweist.
Drittens ist seine Schnauze dunkler gefärbt als das restliche Fell,
während sie beim Steinmarder eher etwas heller ist. Im übrigen ist der
Edelmarder schlanker und hochbeiniger gebaut als der Steinmarder und
weist stärker behaarte Fusssohlen sowie längere und grössere Ohren auf.
Neben diesen Körpermerkmalen unterscheidet sich der Edelmarder sehr
deutlich durch seine Lebensraumvorliebe von seinem Vetter: Er ist ein
typischer Bewohner geschlossener Waldungen und wird deshalb auch
«Baummarder» genannt. Der
Steinmarder bevorzugt dagegen, wie sein Name sagt, Felsgegenden mit
lockerem Gehölz. Zudem hält sich letzterer gerne im Umfeld menschlicher
Siedlungen auf und verbringt dort den Tag häufig auf Dachböden und in
Scheunen, was ihm den Zweitnamen «Hausmarder» eingetragen hat.
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