Bericht 122: Die Krumme vom Stadlwald

Nachdem dem Jungjäger Patrick heuer bereits der Abschuss eines T Hirsches gelang und er auch fleißig seine Rehwildabschüsse getätigt hatte,  war es an der Zeit auch einen Kahlwildabschuss zu tätigen. Nach einigen erfolglosen Ansitzen mit Andreas, zwar hatten sie oft Anblick, T Hirsche C-Hirsche oder es wurde einfach zu dunkel um noch einen Schuss abzugeben sollte es heute in der Früh so weit sein.

 Aber zuerst eine kurze Vorgeschichte.

Bereits im Mai konnten wir unterhalb der Stadlalm ein Tier bestätigen, welches eine erhebliche Verletzung am linken Vorderlauf hatte. Da aber der Verdacht bestand, es könnte trächtig sein, ließen wir die Kugel im Lauf. Und tatsächlich, eines Sonntags Morgens im Oktober wechselte besagtes Tier wiederum vom Sommereinstand im Domänenwald in unser Revier und hatte ein gesundes Kalb dabei. Da Andreas ein sehr erfahrener Rotwildjäger ist und niemals ein Tier vom Kalb wegschießen würde galten seine Ansitze nun dem Kalb der Krummen, oft hätte er selbige schießen können, konnte aber nie das entsprechende Kalb zum Tier ausmachen. Als er die Krumme zum 3ten mal bestätigte das Kalb aber nirgends zu sehen war, rief er mich an und fragte was er tun sollte. Ich sagte ihm, er sollte sie doch erlegen, vielleicht wurde das Kalb ja im naheliegenden Nachbarrevier erlegt. Als er das Tier zum 4 mal alleine sah, ich war zufällig mit ihm beim Ansitz sagte ich, "tua sa aweck", brachte er es aber nicht übers Herz der Kugel freien Lauf zu lassen. Und siehe da, am nächsten Morgen stand Sie mit dem Kalb vor ihm, zielen, Schuss. Kalb tot. Nun konnte er auch die Krumme erlegen, diese ließ sich nun aber eine Woche nicht mehr blicken. Bis heute in der Früh.  Andreas begleitete Patrick aufs Kahlwild, als plötzlich die Krumme vor Ihnen war. Patrick wollte schon Andreas das Gewehr geben, denn er meinte eigentlich wäre es ja sein Abschuss, doch Andreas sagte selbstlos, ich begleite dich, also schießt du. Mit einem sicherem Schuß lag das Tier im Feuer, beim bergen stellten  die beiden dann fest, daß der linke Vorderlauf 3 mal gebrochen war, und ganz nebenbei es sich um ein sehr altes Tier, ich wage zusagen,  über 15 Jahre.

Lieber Patrick Weidmannsheil zu diesem ersten Kahlwildabschuss und noch viele schöne und erfolgreiche Jagttage in deinen zukünftigen Jägerleben, Pattis Roman Revierleiter von Welschnofen 

Weidmannsheil
                                                                                                                           Bericht Pattis Roman
                                                                                                                             Fotos:  Kircher Andreas
 

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