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Nach
drei Jahren war es wieder soweit und ich war auf den guten
Rehbock eingeteilt. Dieses Jahr war es aber wieder hektisch,
da zwei Böcke zu wenig waren für die Einteilung. Ich wollte
mich nicht stressen, es wurde mit dem heutigen Tag den 15
August aber ziemlich knapp, da nur mehr zwei offen waren.
Gestern Früh pirschte ich am Stoanermandl, konnte den dort
Kapitalen aber nicht in Ansicht bekommen. Es war wie
verhext, war ich weg, sah man ihn, war ich da kamen nur
Gabler. Vor dem Nachhauseweg ging ich noch einmal ins
Jochtal von unten und konnte zwei ausmachen, aber einer
sprang in den Wald und der andere bekam mich offen zu
Ansicht. Da ein Gewitter bevorstand, das Stoanermandl mit
Nebel eingehüllt war, eilte ich mit meinem Freund Gottfried
ins Jochtal hinauf, wo ich die zwei gestern bestätigt hatte.
Wir ließen uns hinter einem Stein nieder, den ich mir am
Vortag gemerkt hatte. Nach einigen Minuten bekamen wir
Tageslicht, es grollte aber schon im Himmel und am Berg.
Direkt vor uns im Hang auf kürzeste Distanz brüllte uns ein
Reh an. Wir schauten uns verdutzt an und wie wir erstarrten,
kam 15 Meter vor uns der gesuchte Bock herauf, schrie uns an
und lief an uns vorbei. Er drehte sich um und schrie uns an.
Kurz angesprochen als Trophäenbock mit sechs Enden, nicht
hoch aber gut geperlt, erlegte ich ihn mit einem perfekten
Schuss. Über uns blitzte es, wir nahmen den Bock, liefen
abwärts zum Auto. Ich gab das Gewehr hinein, Gottfried
versorgte den Bock und legte ihn in den Kofferraum. Wie mit
einer Stoppuhr eingestiegen, ging ein Wolkenbruch mit Hagel
und Blitz nieder, dass man nichts mehr sah. Was für ein Tag.
Auf den Weg nach Haus trafen wir den Revierleiter Werner,
zeigten den Bock vor und was wir nicht wussten, es war der
letzte Bock für dieses Jahr, denn ein Jagdkamerad, hatte am
selben Ort gestern abend den vorletzten erlegt.
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Weidmannsglück und Weidannsheil
Bericht und Fotos:
Hansjörg Summerer – Revier
Mühlbach |