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Am 17.
Oktober 2010 um 5 Uhr morgens schaute ich aus dem
Fenster und sah nur Nebel. Wird das heute noch was mit
der Hahnenjagd oder wäre es besser sich nochmals ins
Bett aufs Ohr hauen? Doch was ein Jäger ist der muss
natürlich raus ins Revier und schauen wer und was so
alles zirkuliert. Die tieferen Tallagen waren stark in
Nebel eingehüllt. Ab ca. 1700 Metern löste sich der
Nebel auf und die verschneiten Hänge an der Waldgrenze
waren gut zu erkennen. So begann der ca. einstündige
Aufstieg. An der Waldgrenze angekommen wechselte ich das
verschwitzte Hemd. Es war noch nicht richtig Tag, als
ich den ersten Hahn balzen hörte. Ich pirschte ein wenig
in Richtung der Laute und konnte auf einer Distanz von
320 Metern einen starken Hahn ausfindig machen. Dieser
Hahn hätte mir gleich zugesagt doch auf diese Distanz
kommt ein Schuss nicht in Frage. Anpirschen? Verpfeifen
mich andere Wildtiere wie Gemsen oder Schneehühner oder
komme ich mitten in den Zirmbäumen mit der Büchse auf?
Vergiss es!
Ca. 200
Meter links von mir kullerten noch zwei Hähne und ich
beschloss diese anzugehen. Hinter einer kleinen Lärche
geduckt schaute ich den balzenden Hähnen zu. Es dauerte
nicht lange und sie flogen oberhalb von mir an einer
großen Hangseite ein. Ich sprach den Hahn an, richtete
mir eine gute Auflage und lies meinen 40 Jahre alten
Anschütz Repetierer knallen. Der Hahn lag im Feuer und
ich konnte im Glas gut erkennen, wie weit er den Abhang
herunter fiel. Ich drehte mich kurz um und schon sah ich
drei Ferngläser, welche mich beobachteten. Ja ja im
Schnalstal sind viele Augen unterwegs und das ist auch
gut so! |