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Da
ich die erste Hälfte des Monats Mai keine Zeit hatte dem
Kahlwild nachzustellen, war es endlich soweit! Ich freute mich
schon sehr darauf, da ich sehr gerne auf Kahlwild jage. Die
ersten Tage hatte ich auch schon einige Anblicke, doch entweder
war nichts passendes dabei, oder es war bereits zu dunkel zum
ansprechen. Diesmal sollte mein Ziel "Pichlwiesn" heißen. Also
starteten wir so gegen 18Uhr ( ein guter Jagdkollege begleitete
mich) Richtung Pichlwiesn. Oben angekommen ließen wir das Auto
stehen.
Während
sich mein Kolleg weiter Richtung Grentenalm begab, ging ich
gemütlich zur Almhütte und richtete mich dort auf dem Balkon
ein. Das Wetter schien vielversprechend, da es erst gegen den
Nachmittag hin aufhörte zu regnen. Es dauerte auch nicht lange
und es lies sich ein sechser Bock blicken, kurz darauf Gais mit
Schmalgais und das war dann auch schon alles. Alls schon ca.
zwei Stunden verstrichen waren hörte ich von der
gegenüberliegenden Talseite 4 Schüsse ( es sollte sich noch
aufklären wer die Schüsse abgegeben hatte). Ich verharrte weiter
der Dinge während die Spannung stieg, da es anfing zu dämmern,
und somit die beste Zeit bevorstand. Während ich zum
wiederholtem male alles abglaste, es war inzwischen 21.15Uhr,
sah ich plötzlich auf der gegenüberliegenden Seite ein Stück
Rotwild austreten! Schnell angesprochen, war ich mir sicher das
es ein Schmaltier ist. Schnell tauschte ich das Fernglas mit dem
Gewehr, sprach es mit dem Zielfernrohr sicherheitshalber noch
einmal an, suchte mit dem Fadenkreuz das Blatt, und als es
verhoffte, habe ich schnell eingestochen und lies der Kugel
freien lauf. Kurz vom Mündungsfeuer geblendet sah ich wie das
Stück im Troll davonzog! Sofort habe ich nachgeladen und als das
Stück wieder verhoffte, wollte ich nochmals schiessen, doch
während ich das Fadenkreuz aufs Blatt brachte, brach das Stück
auch schon verendet zusammen. Beim Stück angelangt war die
Freude groß und die Bergung war dank der Hilfe meines
Jagdkameraden auch nicht schwierig. Während wir unsere Sachen
zusammenpackten, fing es auch schon an in Strömen zu regnen und
wir waren froh ins Auto steigen zu können. Bei der Wiegestelle
angekommen, war die Überraschung groß, denn es warteten bereits
zwei Kollegen die zwei C-Hirsche geschossen hatten ( deswegen
die 4 Schuss). So konnten dem Hl. Hubertus sei Dank, an einem
Tag drei Stück Rotwild erlegt werden!
Weidmannsheil
Bericht und Foto:
Peter Taferner |