Bericht 44:  Schmaltierabschuss

Da ich die erste Hälfte des Monats Mai keine Zeit hatte dem Kahlwild nachzustellen, war es endlich soweit! Ich freute mich schon sehr darauf, da ich sehr gerne auf Kahlwild jage. Die ersten Tage hatte ich auch schon einige Anblicke, doch entweder war nichts passendes dabei, oder es war bereits zu dunkel zum ansprechen. Diesmal sollte mein Ziel "Pichlwiesn" heißen. Also starteten wir so gegen 18Uhr ( ein guter Jagdkollege begleitete mich) Richtung Pichlwiesn. Oben angekommen ließen wir das Auto stehen. Während sich mein Kolleg weiter Richtung Grentenalm begab, ging ich gemütlich zur Almhütte und richtete mich dort auf dem Balkon ein. Das Wetter schien vielversprechend, da es erst gegen den Nachmittag hin aufhörte zu regnen. Es dauerte auch nicht lange und es lies sich ein sechser Bock blicken, kurz darauf Gais mit Schmalgais und das war dann auch schon alles. Alls schon ca. zwei Stunden verstrichen waren hörte ich von der gegenüberliegenden Talseite 4 Schüsse ( es sollte sich noch aufklären wer die Schüsse abgegeben hatte). Ich verharrte weiter der Dinge während die Spannung stieg, da es anfing zu dämmern, und somit die beste Zeit bevorstand. Während ich zum wiederholtem male alles abglaste, es war inzwischen 21.15Uhr, sah ich plötzlich auf der gegenüberliegenden Seite ein Stück Rotwild austreten! Schnell angesprochen, war ich mir sicher das es ein Schmaltier ist. Schnell tauschte ich das Fernglas mit dem Gewehr, sprach es mit dem Zielfernrohr sicherheitshalber noch einmal an, suchte mit dem Fadenkreuz das Blatt, und als es verhoffte, habe ich schnell eingestochen und lies der Kugel freien lauf. Kurz vom Mündungsfeuer geblendet sah ich wie das Stück im Troll davonzog! Sofort habe ich nachgeladen und als das Stück wieder verhoffte, wollte ich nochmals schiessen, doch während ich das Fadenkreuz aufs Blatt brachte, brach das Stück auch schon verendet zusammen. Beim Stück angelangt war die Freude groß und die Bergung war dank der Hilfe meines Jagdkameraden auch nicht schwierig. Während wir unsere Sachen zusammenpackten, fing es auch schon an in Strömen zu regnen und wir waren froh ins Auto steigen zu können. Bei der Wiegestelle angekommen, war die Überraschung groß, denn es warteten bereits zwei Kollegen die zwei C-Hirsche geschossen hatten ( deswegen die 4 Schuss). So konnten dem Hl. Hubertus sei Dank, an einem Tag drei Stück Rotwild erlegt werden!


  Weidmannsheil

                                                                                                                           Bericht und Foto:  Peter Taferner

 

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