Bericht 27: Pirschen auf Rotwild

Es ist der 7. Mai, heute wollte ich ein wenig auf Rotwild prischen, denn es regnete seit Tagen. Das Zusammenspiel Tarnung und lautlose durchstreifen von Wäldern macht diese Jagdart so einzigartig.

Ein erfahrener Jäger behauptete, dass Rotwild immer dem Schnee entgegen geht, eigentlich nicht logisch denn die Äsung ist in den tieferen Lagen besser. Egal dachte ich mir, eins hast ja schon erlegt, heuer musst ich mich nicht mehr narrisch machen, ein Soll habe ich ja erreicht.

Gut dann gehen wir mal hoch,  auf  knapp 2000m  hier im Schnee habe sicher von meinen Jagdkollegen meine Ruh, dachte ich mir. 

Ich pirschte im Wald in Richtung der Lichtungen immer im Auge mein Feuerzeug, denn wenn sich der Wind dreht ist es vorbei .Wegen dem Knacken im Unterholz muss ich mir nach dem langen Regen keine Sorgen machen. Und so erarbeite ich mich Meter für Meter Richtung Lichtung, überall kann ich Rotwild spüren ob Losung oder Trittsigel, irgendwo müssen sie sein dachte ich mir. Als ich an der Lichtung stehe, nd, sah ich ein ganzes Rudel Rotwild. Es  beginnt leicht zu schneien, sofort ging ich auf die Knie und spähte hinter einen Baumstumpf auf das Rudel.

Kahlwild, alles Kahlwild! Zugleich nimm ich meine R93 Professional in Kal 300 Wheaterbay im Anschlag, spreche  

noch einmal jedes Stück mit dem Zielfernrohr an. Tier, Tier, Tier , Kalb, dann bricht der Schuss. Ich sehe wie auf ca. 80 Meter ein Rotwild zusammenbricht. Das Rudel distanziert sich ein paar Meter und wusste nicht recht was hier geschehen ist. Ich blieb in Deckung und wartete bis sie weiterzogen. Aber nein, sie äugten in alle Richtungen verschwinden dann doch im Wald. Ich konnte sicher 10 Stück Kahlwild zählen.

Ich einer Woche 2 Schmaltiere zu erlegen  hätte ich mir nie erträumt.

Nachdem ich bis heute das zweite Schmaltier erlegt habe, ist jetzt auch der T-Hirsch am 15 Sept. offen. Hurra!

Ob ich da auch soviel Glück und Hubertus Segen habe, muss man erst noch sehen.

Weidmannsheil

                                                                                       Bericht und Fotos:  Tobias Burgauner, Revier Kastelruth

 

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