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Ich
lud meinen Freund Max auf einen Dachs ein. Am 28.August 2009 war
es soweit und Max holte mich bei mir zu Hause ab. Nachdem wir
noch ein Bier getrunken hatten, machten wir und auf den Weg ins
Revier. Beim Auto packten wir uns noch die nötigsten Dinge
zusammen, bevor wir in Richtung Forstweg marschierten. Nach
ungefähr 10 Minuten Fußmarsch, stiegen wir in den Pirschsteig
ein, welcher ab ca. 200 vor der Ansitzleiter ausgeputzt war.
Wir
versuchten möglichst leise die Ansitzleiter zu erreichen, was
uns auch gelang. Der Bau erstreckt sich über eine relativ
große Fläche vor der Ansitzleiter. Die beiden Hauptröhren
befanden sich 20m gerade vor der Leiter. Ich
versuchte Max mit Handzeichen zu erklären, dass der Dachs
vermutlich über die Hauptröhren kommen wird und er sich somit
dorthin konzentrieren soll.
Da wir die Leiter ziemlich bald bezogen, verging nun einige
Zeit, bis die Dämmerung einsetzte. Auch ich richtete mein
Hauptaugenmerk auf die beiden Hauptröhren. Als es schon ziemlich
dunkel war, konnte ich im Augenwinkel plötzlich einen weißen
Fleck wahrnehmen. Ich versuchte außer meinen Augen nichts zu
bewegen, da sich der Fleck unmittelbar neben dem linken
Leiterbein befand. Der helle Fleck stand lange still, bis er
sich plötzlich in Richtung der
Hauptröhren bewegte. Ich stieß Max mit dem Ellenbogen an -
dieser hatte Grimbart aber zu diesem Zeitpunkt auch schon
gesehen. Der Dachs kam wider Erwarten nicht von einer der
Hauptröhren, sondern tauchte aus dem Gestrüpp links unter uns
auf - also aus einer Nebenröhre. Als sich der Dachs auf dem
Auswurftrichter der Hauptröhre befand, hatte Max seine
Flinte bereits in Anschlag gebracht. Der Dachs drehte sich spitz
auf uns zu, als Max die 4mm-Schrot fliegen ließ.
Grimbart sackte schwer getroffen zusammen und kullerte außen
über den Auswurftrichter, wo er am Fuße des Erdauswurfes zu
liegen kam und nach kurzem schlögeln verendete.
Voller Freude über seinen ersten Dachs machten wir uns auf dem
Weg zum Grimbart.
Den Jagdabend ließen wir noch gemütlich bei Bier und Jause am
Balkon ausklingen.
Der Dachsbär wog 12,6 kg.
Weidmannsheil
Bericht und Fotos:
Manuel Blöchl |