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Vor einigen Tagen ging ich
mit meiner Freundin am Nachmittag eine Runde im Dorf spazieren.
Am schneebedeckten Dach einer Holzhütte neben einem Bauernhaus,
konnte ich im Schnee einen Marder spüren. Natürlich wollte ich
mir das Ganze etwas näher ansehen und begab mich in den Bereich
hinter der Wagenhütte. Auch dort wagen Spuren des Marders
vorzufinden. Meine Freundin verstand zwar anfangs nicht warum
wir nun schon wieder den Heimweg einschlugen - ich hatte jedoch
noch einen Hintergedanken. Auf dem Heimweg lag ein kleines
Geschäft, welches ich kurz betrat, um Rosinen zu kaufen. Als ich
mit den Rosinen in der Hand aus dem Geschäft kam, musste meine
Freundin bereits lachen, da sie schon ahnte, was nun kam.
Natürlich gingen wir zurück zur Holzhütte um für den Marder
Rosinen zu streuen.
Auf dem Heimweg kehrten wir bei meinem Jagdfreund ein, welchem
dieses Revier gehört, um ihm die Geschichte zu erzählen.
Natürlich musste ich fragen, ob ich auf diesen Marder jagern
darf, da es sich ja nicht um mein Revier
handelt.
Am
nächsten Morgen begab ich mich vor dem Dienst zur Holzhütte um
nachzusehen, ob die Rosinen angenommen wurden. Leider
vergeblich. Auch am nächsten Morgen begab ich mich an diese
Stelle. Voller Freude konnte ich
feststellen, dass das gesamte Dach der Wagenhütte im Bereich der
gestreuten Rosinen abgetreten um der Schnee umgewühlt war. Ich
ging zurück zum Auto um einige Hände voll Rosinen zu holen und
verteilte diese wiederum auf dem Dach sowie am Boden neben dem
Holzstoß. Auch am nächsten Morgen vor dem Dienst waren wieder
alle Rosinen abgeräumt. Nachdem 3 Tage lang jeden Tag die
vorgelegten Rosinen abgeräumt waren und auch der Schnee bereits
vor sich hinschmolz, nahm ich mir heut am Nachmittag
Zeitausgleich um auf den Marder
ansitzen zu können.
Bereits um 16.50 Uhr saß ich im Bereich des Bauernhauses um den
Bereich der gestreuten Rosinen gut einsehen zu können. Den Platz
suchte ich bereits im Vorhinein aus, als ich dem Bauern die
geplante Aktion schilderte.
Nach ca. 2 Stunden Ansitz, konnte ich einen dunklen Fleck vor
mir neben dem Holzstoß erkennen. Ich schlug mit meiner
Lieblingswaffe an, um durch das Zielfernrohr anzusprechen, ob es
sich um eine Katze oder den erwarteten
Marder handelte.
Sofort konnte ich den Marder erkenne, als er gerade ein Männchen
machte. Nachdem ich die Bockbüchsflinte gespannt hatte, ließ ich
die 20/76 fliegen. Der Marder lag im Feuer.
Mein Freund der Revierinhaber konnte kaum glauben, dass ich den
Marder so schnell erwischt habe, als ich mit der erlegten Fähe
bei ihm im Jagerstüberl auftauchte.
Nachdem er einige Fotos von mir und meinem erlegten Stück
Raubwild anfertigte, feierten wir noch ein wenig mit ein paar
Stamperl Schnaps, einem Bier sowie frisch gebackenem Kuchen und
Kaffe.
Weidmannsdank, Fritz.
Bericht und Fotos: Manuel Blöchl |