Bericht 07:  Steinmarder erlegt

Vor einigen Tagen ging ich mit meiner Freundin am Nachmittag eine Runde im Dorf spazieren. Am schneebedeckten Dach einer Holzhütte neben einem Bauernhaus, konnte ich im Schnee einen Marder spüren. Natürlich wollte ich
mir das Ganze etwas näher ansehen und begab mich in den Bereich hinter der Wagenhütte. Auch dort wagen Spuren des Marders vorzufinden. Meine Freundin verstand zwar anfangs nicht warum wir nun schon wieder den Heimweg einschlugen - ich hatte jedoch noch einen Hintergedanken. Auf dem Heimweg lag ein kleines Geschäft, welches ich kurz betrat, um Rosinen zu kaufen. Als ich mit den Rosinen in der Hand aus dem Geschäft kam, musste meine Freundin bereits lachen, da sie schon ahnte, was nun kam. Natürlich gingen wir zurück zur Holzhütte um für den Marder Rosinen zu streuen.
Auf dem Heimweg kehrten wir bei meinem Jagdfreund ein, welchem dieses Revier gehört, um ihm die Geschichte zu erzählen. Natürlich musste ich fragen, ob ich auf diesen Marder jagern darf, da es sich ja nicht um mein Revier
handelt.
Am nächsten Morgen begab ich mich vor dem Dienst zur Holzhütte um nachzusehen, ob die Rosinen angenommen wurden. Leider vergeblich. Auch am nächsten Morgen begab ich mich an diese Stelle. Voller Freude konnte ich
feststellen, dass das gesamte Dach der Wagenhütte im Bereich der gestreuten Rosinen abgetreten um der Schnee umgewühlt war. Ich ging zurück zum Auto um einige Hände voll Rosinen zu holen und verteilte diese wiederum auf dem Dach sowie am Boden neben dem Holzstoß. Auch am nächsten Morgen vor dem Dienst waren wieder alle Rosinen abgeräumt. Nachdem 3 Tage lang jeden Tag die vorgelegten Rosinen abgeräumt waren und auch der Schnee bereits vor sich hinschmolz, nahm ich mir heut  am Nachmittag Zeitausgleich um auf den Marder
ansitzen zu können.
Bereits um 16.50 Uhr saß ich im Bereich des Bauernhauses um den Bereich der gestreuten Rosinen gut einsehen zu können. Den Platz suchte ich bereits im Vorhinein aus, als ich dem Bauern die geplante Aktion schilderte.
Nach ca. 2 Stunden Ansitz, konnte ich einen dunklen Fleck vor mir neben dem Holzstoß erkennen. Ich schlug mit meiner Lieblingswaffe an, um durch das Zielfernrohr anzusprechen, ob es sich um eine Katze oder den erwarteten
Marder handelte.
Sofort konnte ich den Marder erkenne, als er gerade ein Männchen machte. Nachdem ich die Bockbüchsflinte gespannt hatte, ließ ich die 20/76 fliegen. Der Marder lag im Feuer.

Mein Freund der Revierinhaber konnte kaum glauben, dass ich den Marder so schnell erwischt habe, als ich mit der erlegten Fähe bei ihm im Jagerstüberl auftauchte.
Nachdem er einige Fotos von mir und meinem erlegten Stück Raubwild anfertigte, feierten wir noch ein wenig mit ein paar Stamperl Schnaps, einem Bier sowie frisch gebackenem Kuchen und Kaffe.
Weidmannsdank, Fritz.
 

                                                                                                                             Bericht und Fotos: Manuel Blöchl 

 

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