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Am
12. Dezember, einige Tage bevor es hies " Hahn in Ruh",
begab ich mich in die Örtlichkeit "Huibmfeld Montoul" um
nach Rotwild Ausschau zu halten. Gegen 17 Uhr kam ein
einzelnes Reh und ging zu einem aperen Fleck um zu äsen.
Ich überlegte ob ich die Gais schießen sollte, lies dann
aber doch den Finger gerade. Kurz vor halb sechs, es war
mittlerweile schon ziemlich dunkel geworden, als ich
mitten im Feld einen dunklen Fleck ausmachen konnte.
Schnell das Fernglas zur Hand und tatsächlich ein
einzelnes Stück Rotwild! Ich sah gerade noch das es ein
weibliches Stück war und legte mich sofort hinter meine
Büchse, wobei ich auf dem harschen Schnee ein ziemlich
lautes knirschen verursachte. Ich sah durchs Absehen wie
das Tier mit einer kurzen Flucht überwechselte. Wobei es
nie zurückverhoffte, und auch ich sah nichts nachfolgen,
somit stand für mich fest das es ein einzelnes, nicht
führendes Tier war! Als es am Waldesrand verhoffte und
zu äsen begann, schaltete ich das Leuchtkreuz ein ,
zielte tief Blatt da es ziemlich steil bergauf ging, und
als das Fadenkreuz still stand, krümmte ich den Finger
und lies den Schuss brechen! Nach dem Knall war ich kurz
vom Mündungsfeuer geblendet, doch dann sah ich wie das
Tier den Schnee herunter rutschte. Ich repetierte,
aber einen weiteren Schuss, hielt ich nicht für
notwendig. Irrtum!!! Plötzlich kam das Tier wieder auf
die Läufe und ging hochflüchtig ab, und verschwand somit
vor meinen Augen. Als ich Richtung Anschuss ging sah ich
sehr viel Schweiß und ich dachte mir das es nicht weit
gekommen sein dürfte. Zweiter Irrtum! Die Schweisspur
verlor sich dort wo kein Schnee mehr war.
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Als
ich die Situation einem Jagdkollegen schilderte erklärte
er sich bereit mit mir am nächsten Tag zu suchen, da es
ja nicht mehr weit gekommen sein kann. Am nächsten
Morgen begannen wir also mit der Suche und die
Schweisspur führte uns immer weiter hinauf. Es war
unglaublich, dass das Tier mit so hohem Schweissverlust
noch so weit ging. Als die Fährte in einen Bach führte
ging mein Kollege Roland mit den Steigeisen alleine
weiter. Kurz darauf teilte er mir mit dass sich die Spur
verlor und nur mehr einzelne Tropfen Schweiß zu finden
seien, unterdessen telefonierte ich unseren
Aufseher Roland und bat ihm dass er mit seinem Hund "Tanko"
nachsuchen möge. Als Roland eintraf, arbeitete sein Hund
gleich die Schweissfährte, und daraufhin schnallte er
den Hund da ziemlich viel Schnee lag. Wir begannen mit
der Nachsuche dort, wo mein Kollege die letzten
Schweisstropfen gefunden hatte und warteten zunächst auf
den Hund. Doch musste dieser schon vorbei sein und so
entschlossen wir uns, aufzuteilen. Wir hörten ständig
einen Hund von einem Bauernhof lauten was die Situation
natürlich erschwärte. Plötzlich hörte ich zwei Hunde
lauten. Ich rief sofort Roland den Aufseher an, und
dieser begab sich Richtung Hundegeläut. Zuerst hörte
auch er nur den Hund des Bauern, als dann der Erlösende
Anruf kam: " Peato dou liegs"! Der Hund hatte es direkt
hinterm Bauernhof bei einem Zaun gestellt. Unglaublich
welch eine Strecke dieses junge nicht führende Tier mit
solch einer Verletzung zurückgelegt hat ( ein Vorderlauf
Muskeldurchschuss, den anderen Vorderlauf komplett
durchschossen). Hiermit möchte ich mich aufrichtig beim
" Ziela Rolli" bedanken, der den ganzen Vormittag
gesucht hat! Bedanken möcht ich mich auch beim " Pinta
Rolli" und seinem Hund, die das arme Tier von seinem
Leiden erlöst haben. So hat eine schlaflose Nacht doch
noch ein halbwegs gutes Ende gefunden
Waidmannsheil und
Weidmannsdank
Bericht und Foto:
Peter Taferner |