Bericht 002:  Wunderschöne Jagdsafari im Jagdrevier Sippersfeld

Mein Jagdkollege Mike und ich wurden vom Revierinhaber Stefan Möndel zur Schwarzwildjagd eingeladen.

Nach fast sechsstündiger Fahrzeit,  sind wir beim Stefan angekommen und wurden schon gleich am Eingang vom deutschen Wachtelhund empfangen. Zugleich kam auch der Stefan mit einem Weidmannsheil entgegen. Er hatte schon ein ausgiebiges Frühstück  für uns vorbereitet. Nach ausgiebigem Gesprächsstoff wurde noch gegen Mittag leckeres vom Wild serviert.  

Nachdem jeder seinen Hunger gestillt hatte, fuhren wir in das Quartier nach Gonbach, einige Kilometer weiter, eine sehr ruhiges Plätzchen eingebettet im Herzen des Reviers. Ein wenig ausgeruht, um Kraft für den nächtlichen Ansitz zu tanken, wurden uns gegen 16.00 Uhr die Hochsitze zugeteilt. Das Wetter versprach nicht sehr viel, Wind von allen Seiten und Regen, so dass wir fast nichts hören könnten. Trotz schlechtem Wetter bezog ich den Hochsitz und richtete mir schon alles mal für eine Nacht Ansitz zurecht.  Nach ca. 20min. Ansitz, zog eine Rehgais mit Kitz am Hochsitz vorbei und verschwanden dann wieder am Einstand. Nach ca. 2 Stunden schnürte ein Fuchs über die Wiese, aber ich konnte ihn erst im letzten Augenblick ansprechen, als er schon wieder im Wald verschwand. Inzwischen rief ich mal mein Kollege Mike an, wir beschlossen den heutigen Ansitz abzubrechen, denn der Regen wurde immer heftiger.

 

Am nächsten Tag bezog ich einen neu errichteten Hochsitz in der Gegend  "Wonbach". Das Wetter hatte sich wieder beruhigt und schon gegen  16.45 Uhr traten einige Stücke Rehwild aus, welches ich immer wieder mit meinem Fernglas beobachten konnte. Inzwischen holte ich auch mal meine Thermoflasche mit Kaffe aus dem Rucksack und genoss das heisse Getränk, zündete mir eine Zigarette an und genoss den Anblick durch das Revier.  

Inzwischen ist es schon 22 Uhr geworden, die Müdigkeit streift durch meinen Körper, ich legte mich auf die Sitzbank und nickte so dahin.  

Gegen 1.00 Uhr hörte ich plötzlich in unmittelbarer Nähe ein knacksen . Sofort hellwach, nahm ich mein Fernglas und suchte die Gegend ab, aber durch die Dunkelheit war nichts zu erkennen.

Auf einmal wieder ein knacksen und ich hörte das grunsen der Wildschweine. Schon stieg mir das Jagdfieber bis zum Kopf. Immer wieder konnte ich das grunsen und das schreien der Schweine hören,  aber durch die Dunkelheit konnte ich nichts-, ja schon gar nichts erkennen.

Eine Stunde später vernahm ich wider das brechen der Äste und Stäucher, verdammt dachte ich mir, die Schweine sind da und ich kann sie nicht sehen, was mache ich nun? Die Schweine kamen immer näher, der Mond warf genau einen Schatten auf den Ort, wo ich die Schweine vernahm. Nach  einer Weile gab der Mond den Schatten wieder frei und ich konnte durch mein Fernglas eine ganze Rotte mit Bachen, Frischlinge und Überläufer ansprechen.

Mäuschen still,  legte ich das Fernglas beiseite und nahm das Gewehr ( Steyr SBS 96 mit Kal.7mm Rem.Mag) im Anschlag, den Leuchtpunkt eingeschalten, visierte ich einen Frischling. Kaum stand die Sau breit, unterbrach der Knall die Stille der Nacht. Im Zielfernrohr sah ich den Frischling liegen.

Sekundenschnell repetierte ich nochmals, visierte einen weiteren Überläufer und ließ der Kugel freien Lauf. Zwei Sauen lagen nebeneinander, die Freude war einfach überwältigend. 

Im Hochsitz ließ ich inzwischen alles liegen und begab mich zu den erlegten Sauen. Ich setzte mich einfach auf eine Sau, zündete mir eine Zigarette an und genoss den Anblick.    

Nach einiger Zeit Entspannung, rief ich den Revierinhaber Stefan an und berichtete ihn über meinen Jagderfolg.

Nach einer Weile kamen auch Kollege Mike und auch er freute sich über den Jagderfolg.

Immer wieder musste ich das Jagderlebnis erzählen.

Auf diesen Wege möchte ich mich auch bei meinen Kollegen Mike und Prof. Thorn für die Mithilfe bei der Bergung bedanken.  Besonders bedanken möchte ich mich natürlich beim Jagdherrn Stefan Möndel und bei seiner Ehefrau für die grandiose Bewirtschaftung und für Eure Einladung. Der Jagderfolg wird uns immer in Erinnerung bleiben.

 

Waidmannsdank von Oberkärnten nach Maikammer
 

                                                                          Bericht: Manfred Loipold und Fotos: Stefan Möndel und M. Loipold  

 

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