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Das Birkwild
(Spielhahn)
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Paarungszeit: April
- Mai
Brutdauer: ca. 4 Wochen
Gelege: 7 - 10 Eier
Auch das Birkwild
gehört zu den Wald- und Rauhfußhühnern. Wie beim Auerwild trägt der
Hahn ein Prachtgefieder, während die Henne auch durchweg hellbraunem
Grund schlicht dunkel gebändert ist. Der Hahn wird ca. 50 cm groß und bis 1,5 kg schwer. Hennen etwas
weniger. Auffallend sind beim Hahn die "roten Rosen" über
den Augen (Seher). Der
Spielhahn ( eigentlich Birkhahn genannt ) ist etwa so groß wie ein
normales Haushuhn. Anders als beim Auerhahn sind die Stoßfedern (das
Spiel).
Junge Hähne tragen beiderseits je ein bis zwei, -alte bis zu
vier krumme Federn (Sicheln) im Spiel, die gern als Hutschmuck
getragen werden.
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Sechs
Fotos auf dieser Seite wurden uns freundlicherweise
vom Fotografen
INGO GERLACH zur
Verfügung gestellt
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| Birkhahn
und Birkhenne
unterscheiden sich eindeutig. Der Birkhahn glänzend
blauschwarzes Gefieder, Flügelunterseite weiß. Auf den
Schwingen (Flügel) trägt sie einen kleinen weißen Spiegel. Ihr
Stoß ist leicht gegabelt, der Unterstoß auf weißem Grund dunkel
gebändert. Die Birkhenne ist etwas kleiner als das Männchen, gelbbraun,
ihr Gefieder ist dicht von schwarzen Streifen durchzogen. Man findet
das Birkwild in offene, mit Gebüsch und
Bäumen durchsetzte Landschaften, im Hochgebirge mit Latschen und
Almenwiesen. Die Henne ist auf hellbraunen Grund dunkel gebändert
und auf den Schwingen trägt sie einen kleinen weißen Spiegel .Der
leicht gegabelte Stoß ist dunkel gefärbt und an der unteren Seite
weiß.
Das Birkhuhn ist ein Hochgebirgsbewohner, der es vorzieht, im
Bereich der Waldgrenze ("Waldkampfzone") und darüber zu
leben. Es bewohnt vor allem die Latschenfelder und offene
Landschaften im Bereich der Waldgrenze. |
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Seine Nahrung ist des Auerwildes ähnlich. Die
ungedüngten Wiesenflächen auf unseren heimischen Almen weisen
artenreiche Pflanzengesellschaften auf und beherbergen
zahlreiche Insektenarten
und Nahrung.
Die
kleinräumigen Übergänge zwischen Wald und Weide bieten
ebenfalls Biotope und reichlich Nahrung für das Birkwild.
Junge Birkhühner
brauchen ddas Eiweiß und ernähren sich deshalb vorwiegend von
Insekten, Würmern, Spinnen und Schnecken. Erwachsende Hühner
gehen
tagsüber seiner Äsung auf offener Fläche nach. Die Äsung
besteht aus Gräsern, Knospen, Heidekraut, Samen, Blüten, Insekten und Beeren. Für
die Küken gibt es vorwiegend Insekten und Weichtiere, später
mit Vorliebe Beeren aller Art.
Wie alle Hühnervögel nimmt auch das Birkwild Steinchen auf,
die im Magen die Nahrung zerreiben |
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Foto:
INGO GERLACH
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Skizze: CD "Jägerschule", Landesbetrieb für Forst und
Domänenverwaltung Bozen
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Die Balz: (reinhören
-Balzgesang mp3) -
Die Hauptbalzzeit fällt, zwischen Ende März bis Anfang
Juni. Die Spielhahnbalz vollzieht sich meistens auf
bestimmte Balzplätze, wobei die Hähne in der
Morgendämmerung einfallen. Besonders beeindruckend ist das
Balzverhalten der Birkhähne. Der Hahn imponiert dabei mit
aufgestellten Stoß und Lautäußerungen wie Kullern und
Blasen. Verschiedenste Posen und Flattersprünge sowie ein
charakteristischer Balzgesang aus Fauchen und
kullernden Lauten sind die markanten Elemente dieses zur
Balzzeit an den Tag gelegten Verhaltens. Bevor die Sonne
scheint, wird eine Pause eingelegt, die Jäger bezeichnet
diese Pause als Morgengebet, dann schließt sich die
Sonnenbalz an, wobei die Hähne meistens auf
Bäume oder Hecken aufsitzen. Während der Balzzeit
schwellen bei den Hähnen die roten Hautgebilde oberhalb
der Augen, welche deshalb auch "Balzrosen" genannt
werden. Spielhähne raufen gern, zumal sie sich immer zu
mehreren auf einem Balzplatz einfinden. Die sog. Raufer
sind die, die ihren Rang am lebhaftesten verteidigen
(Platzhähne). Sie kommen am ehesten zum Treten, wenn gegen
Morgen die Hennen erscheinen, die sich dann gewöhnlich dem
stärksten Hahn zuwenden, um sich treten zu lassen. Es gibt
Kreuzungen zwischen Auer - und Birkwild welches dann
Rackelwild
genannt wird . Meistens tritt der Birkhahn eine
Auerhenne. Ebenso wie beim Auerwild, kommt es auch beim
Birkwild zu keiner ehelichen Bindung.
BRUT: Brutdauer der Henne sind 28 Tage. Das Nest wird auf
dem Boden meist zwischen gut deckenden Zwergsträuchern
angelegt. Die Hennen polstern eine Bodenmulde gut
versteckt im Heidekraut aus. Der Hahn beteiligt sich
nicht an der Brutpflege. Nur die Henne, welche durch ihr
braungesprenkeltes, erdfarbenes Gefieder bestens getarnt
ist, brütet 26-27 Tage die Eier aus. Wie bei den meisten
Hühnervögeln kommen die Jungen in weit fortgeschrittenem
Zustand zur Welt und beginnen umherzulaufen und nach
Nahrung zu picken, sobald ihr Dunenkleid abgetrocknet ist:
sie sind Nestflüchter. Allerdings können sie ihre
Körpertemperatur vorerst noch nicht selbständig
aufrechterhalten, sondern sind insbesondere bei schlechtem
Wetter und in der Nacht noch ca. 3 Wochen auf das „Hudern“
durch die Mutter angewiesen. Im Gegensatz zu ihren Eltern,
sind die jungen Birkhühner während der ersten drei Wochen
ihres Lebens keine Vegetarier, sondern ernähren sich fast
ausschließlich von Insekten, besonders Rüsselkäfern,
Ameisen, Spannerraupen, Blattwespen und Fliegen. Diese
sehr eiweißreiche Kost lässt sie sehr rasch heranwachsen.
Schon im Alter von zwei Monaten sind sie beinahe
ausgewachsen. Über Winter bleibt der Familienverband
beisammen. Die weiblichen Jungtiere pflanzen sich zumeist
schon im folgenden Frühling erstmals fort. Die jungen
Männchen sind dann zwar ebenfalls geschlechtsreif, doch
können sie sich gewöhnlich erst im zweiten oder dritten
Lebensjahr erstmals fortpflanzen. Zuerst muss es ihnen
nämlich gelingen, sich auf einem Balzplatz zu behaupten.
Die Mauser (Federwechsel) ist im Oktober, nach der die
jungen Hähne ausgeschildert haben und ein Prachtgefieder
tragen.
Jagd: Eine
verantwortungsbewusste Abschussplanung ist die wichtigste
Grundlage für die richtige Bejagung der Raufußhühner.
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Als Trophäe wird
entweder der ganze Hahn präpariert, oder das Spiel
(Schwanz) mit dem weißen Unterstoß wird als Hut- oder
Wandschmuck verwendet.
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In
Südtirol darf der Birkhahn vom 15. Oktober bis 15. Dezember bejagd werden
und unterliegt einer
Abschussplanung des jeweiligen Reviers. Die Henne hingegen ist
ganzjährig geschützt.
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Siehe den Bericht: Beurteilung, ob die Entnahme von
Spielhahnen für den Bestand und die
Entwicklung der Birkhühner verträglich ist
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