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Ich
war von einem Bekannten zum Februarmond
eingeladen, bei ihm im Revier am Luderplatz
auf Füchse anzusitzen. Bereits ein Monat
zuvor folgte ich seiner Einladung.
Damals saßen wir ca. fünf Stunden am
Luderplatz. Obwohl das Luder täglich von
Füchsen abgeräumt wurde, konnten wir jedoch
keinen Erfolg verbuchen und kehrten ohne
Beute in die Jagdstube zurück.
Diesmal wäre geplant gewesen, den Hochstand
beim Luderplatz gegen 20:00 Uhr zu beziehen,
da mein Kollege die Füchse erst später
vermutete.
Da
ich jedoch schon zeitig bei ihm eingetroffen
war und wir bereits einige Zeit in der
Jagdstube geplaudert hatten,
beschlossen wir, den Hochstand bereits etwas
früher als geplant zu beziehen.
Bereits um 19:10 Uhr war ich bei dem
Hochstand eingelangt. Ich richtete mich auf
dem Hochstand ein, legte meine
Bockbüchsflinte bereits aus dem Fenster in
Richtung dem Luderplatz und lehnte mich, auf
einen längeren Ansitz gerichtet, gemütlich
zur Seite.
Die Schneedecke war nur noch stellenweise
geschlossen. Leider war es etwas bewölkt,
worum das Mondlicht die vor mir liegende
Freifläche nicht wie gewohnt taghell
ausleuchtete.
Das Licht reichte jedoch, um mit freiem Auge
bis auf ca. 80 Schritt ausreichend sehen zu
können. Um 19:44 Uhr – ich traute meinen
Augen nicht, schnürte auf ca. 70 Schritt ein
Fuchs von rechts kommend über die schneelose
Fläche. Nun hieß es besonders vorsichtig zu
sein. Der Fuchs blieb immer wieder kurz
stehen, bewegte sich dann aber immer wieder
zielstrebig genau in Richtung Luderplatz.
Alles ging relativ rasch. Als der Fuchs
seine Bewegung wieder einmal fortsetzte,
schob ich meinen Oberkörper etwas nach vorne
in Richtung meinem Schaft. Vorsichtig
umgriff ich meine Bockbüchsflinte und
blickte durch das Zielfernrohr. Nachdem die
BBF bereits genau in Richtung Luderplatz
abgelegt war, hatte ich den Fuchs sofort im
Blickfeld. Der Fuchs drehte sich von mir weg
und schnürte den Hang nach oben. Ich drehte
den Leuchtpunkt ganz leicht auf und ließ den
Leuchtpunkt auf dem schwarzen Fleck ruhen.
Als sich der dunkle Fleck wieder in einen
länglichen Körper verwandelte, da sich der
Fuchs wieder in Richtung Luderplatz
abdrehte, ließ ich meine .243 fliegen. Der
Schuss durchbrach die Stille und bannte den
Fuchs 20m vor dem Luderplatz an seinen
Platz.
Nachdem ich einige Minuten in Anschlag
blieb, kontaktierte ich meinen Kollegen um
ihm von meinem Weidmannsheil zu berichten.
Dieser konnte es gar nicht fassen, dass ich
bereits so zeitig zu Schuss gekommen war und
freute sich irrsinnig über mein
Weidmannsheil.
Ich machte mich auf den Weg zum erlegten
Fuchs und konnte am Anschuss einen braven
Fuchsrüden vorfinden.
In der Jagdstube meines Kollegen angekommen,
musste ich die kurze Geschichte noch einmal
erzählen, bevor wir einen Umtrunk starteten
und den Abend gemütlichen ausklingen ließen.
Weidmannsheil!
Bericht und Fotos:
Mauel Blöchl, Oberösterreich
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