BERICHT 82: Meine Jagderfolge 2011
Es war ein wunderschöner Sommertag, der 17. August 2011, als ich mit unserem Revierleiter Richard Gruber und meinem Begleiter Hubert Messner im Revier St. Andrä auf die Pirsch ging.
Ich durfte einen Trophäenbock bejagen, den Richard Gruber beim Bezirksjägerschießen in Lüsen als Haupttreffer gewonnen hatte. Von der Ochsenalm hinüber zur Plose auf wunderschönem Pfad zwischen Zirmbäumen und Alpenrosensträucher erreichten wir jenen Hügel, von wo aus wir dann Ausschau hielten.
Siehe da in weiter Ferne stand eine Rehgais. Hubert fipte einmal, zweimal und noch ein drittes Mal, nichts rührte sich. Eine Stunde später fipte er noch einmal und plötzlich stand auf 130 m ein kapitaler Zirmbock. Hubert gab ein Zeichen zum Freischuss. Ein Knall durchbrach die Stille und der Zirmbock lag nun da unterm Zirmbaum, eingebettet von Alpenrosensträuchern. Mit einem lauten Juchitzer eilte ich mit voller Aufregung zum Bock.
Meine Begleiter beglückwünschten mich sofort mit einem kräftigen Waidmanns Heil. Ich erwiederte mit einem Waidmanns Dank.

 

In der selben Woche, Mitte August, erlegte ich auch den C-Bock und einige Tage später einen Gamsjahrling unterhalb des Gitschberges auf steiler Höh. Begleitet von unserem Jagdaufseher Georg Unterkircher und Jagdkollege Theo Unterhuber (siehe Foto oben).
 
...Und noch ein kräftiges Waidmanns Heil gab es am 29. September.
Ein wunderschöner Herbsttag war angebrochen, als ich bereits zeitig am Nachmittag auf die Pirsch ging. Diesmal wohl auf einen ersehnten Hirschen.
In einem gemütlichen Bodensitz lauerte ich ganz gespannt auf den Hirschen. In der Zwischenzeit beobachtete ich einige Rehe, Bundspechte, Eichelhäher und Hasen. In Gedanken vertieft, redete ich mit meinem verstorbenen Vater, bat, dass er mir einen Hirsch schicke.
Die Dämmerung setzte ein, als plötzlich jemand 5 m an mir vorbeitrabte. Sah ich nicht richtig? Vor mir stand ein Kronenzehner.  Ein Knall durchbrach die Stille. Ich konnte es fast nicht glauben, dass ich ein solches Jagdglück wiederholen durfte. Dieser Zehnender, ein kräftiger Bursche, brachte ca. 130 kg auf die Wage. Glück ist des Jägers Augenblick.
Mit einem Jagdkollegen und dem Revierleiter feierten wir bei gemütlicher Runde meinen Kronenzehner - mein Jagdglück.
 
Danken möchte ich auch meinen Jagdkollegen den Waschtlhuber Hans und Troger Theo für die große Hilfe den Hirsch in die Kühlzelle zu transportieren.
Als Zeichen der Anerkennung und des Dankes steckte ich meinen Waidmanns-Bruch an das Grabkreuz meines Vaters.

                                                                                  Bericht und Fotos: Antonia Bergmeister, Jagdrevier Vintl

 

 

 

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