| BERICHT 47: Murmeljagd mit Freunden in Osttirol |
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Es sollte eigentlich die
Murmeljogd vom Martin sein, der es ba die
Jogderzählungen giwung hot, obo sein Rehbock
hot sich net an insre Pläne gholtn und so
sein mir ohne ihm gstartn. Mir fohrn in der
Fria, hobm no voschiedene Sochn unterwegs zu
erledigen und die Jogdkollegen aus
Deutschnofn kemm am Obnd mit inson Heinz
nochn.Um 7 fohrn sie vor: is Atuo
vollgipockt bis obmhin, fongen sie un is
Zeug in die Hütte zi trogn. O je, Hiiiilfe,
dei well 3 Wochn bleibm!!! Speck und Wein,
Erdäpfl und Schnops, Äpfl und..... es heart
nimmer au. Gimiatlich vobring mir den Obnd
ban an 6 Watter und a bissl Wein isch schun
wieniger im Keller. Nochn Frühstück, startn
mir um holba 7 bergwärts.Weil i jo koan
Bichs brauch und i net sovl Giwicht afn
Buckl hon, steck i a Flaschl Weißn in
Rucksock. A Stückl gian mo olla mitnond und
nocha trenn mir ins mit an Waidmannsheil. Es
isch zwor a schiando Tog obo weita
Obm
unkemm, suicht er sein Wossoflosche und wos
find er, in Schnops. Guit, a Schlückl
schodet net. Mir setzn ins gimiatlich in die
Sunne, frogn den Rest der Gruppe wie es ba
ihnen ausschaug. Do Hubert hot gschossn und
do Christian no net.Also sogm mir sie 2
solln zi ins kemm, weil mir do a überoll
pfeiffn hearn und Murmelan segn, do kimmp er
sicho zi Schuss. Inzwischn sog i zin
Reinhard, er dorf no oans schiessn, weil is
Erschte zwor wundoschieana Zahndlan hot, obo
zin ausstopfn net geeignet isch. Bold sitzt
a Bär af an Stoan, obo wie sich do Schütze
hinto di Büchse leg, legt sich des Murmele a
floch afn Stoan.Glei amol flieg a paarl
Kolkrobm übo ins und Neugierde konn tödlich
sein. Leider geht im Leben mancher Schuss
daneben.Jetz kimm do Heinz und do Christian
und mir beschliessn, daß zuerst der
Christian schiesst, wols wiedo aussa geaht,
Es dauert net long und mir wünschn ihm a Waidmannsheil. Mir pockn zom und gian zin Stoanmandl wo do Hubert und do Franz schun ban Speck auschneidn sein. Der Mensch lebt jo net va do Jogd, sondern van essn unjd trinken und so tui i a mein Wein aussn Rucksock. Mir sitzn in do Sunne, lochn und dozähl insre Jogderlebnisse va heint Vormittog. Weil jo do Reinhard no oans schiessn soll gian a poor tolwärts und mir bleibm obm sitzn und schaug ihnen zui. Dei 3 liegn do untn afn Bauch und schaugn sich die Augn aussa. Mir segn Murmelan af Schussweite, obo is Händy red olm lei öppas va Mailbox. Gleich, sie werdn sie woll undoschaugn. Jetz richtet do Reinhard di Büchse und mir kimmp zwor va obn vor, daß es net groass isch, obo sie kenn jo a Ondos gsegn hobm. Der Schütze steaht au und holt die Beute, meine liebe Güte, a Rottse isch oft schun grösser. Dei dokugln sich va lochn woll er mit 2 Fingo des Affl in di Luft heb, obo zin ausstopfn sein die sem jo schian. Jetz marschiern mir Tolwärts. A kühles Bier, di Bergschiuche va di Fiaße sitzn mir ins af di Bonk vor do Hütte und sein ins einig, daß is Lebm wundoschiean isch. Af do gegnüboliegenden Seit steahn a poor Hirsch, di sem werdn a no gebührend bewundert. Do Reviernochbor, do Andrea, kimp a no mit sein Sohnemann und schaug wos do in sein Revier steaht. Heint gibs Erdäpfl, Butter und Kas, glab net daß in an 4 Sterne Hotel is Essn bessa schmeckt. Am nächstn Morgn geahts hoamwärts und i glab dei 3 kemm sicho wiedo amol zi in af di Jogd. Schod Martin, daß net dobei worsch, mir hobm a riesn Gaudi kop. Obo in 2 Wochn werd mo schun a is Beschte aus der Soche mochn, vosprochn!
Weidmannsheil Bericht und Fotos: Annelies Lahner |