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Schon
des öfteren wurde ich gebeten einen
Vortrag als Jäger abzuhalten. Ob
Senioren, Gäste, Touristen oder
Kinder, ich glaube mit etwas
Feingefühl ist jeder irgendwie offen
für dieses Thema. Es geht ja nicht
immer nur darum andere von unserem
Tun als Jäger zu überzeugen oder gar
zu beeindrucken. Auch geht es nicht
darum die Zuhörer in den Glauben zu
versetzen, dass wir Jäger nur das
kranke Wild erlegen und sonst
keines. Nein, vielmehr geht es darum
die Zuhörer für die Jagd zu
sensibilisieren.
Erst
kürzlich wurde ich wieder gebeten
einen solchen Vortrag zu halten und
zwar vom Familienverband. Die
Teilnehmer waren verschiedene
Schulkinder der 3. bis 5. Klasse!
Einigen dieser Kinder hatte ich
bereits im Kindergarten das Thema
Jagd näher bringen können und ich
war überrascht wie viel sie noch
wussten. Mit offenen und fragenden
Augen sahen und hörten sie zu wie
ich die mitgebrachten Präparate
erklärte und mit dem Mundplatter
Tierstimmen nachahmte. Am
aufmerksamsten waren aber die
Erwachsenen, Begleitpersonen und
Lehrer. Immer wieder, wenn ich
Fragen der Kinder beantwortete viel
mir auf, wie überrascht sie von der
Antwort waren. Irgendwie ist es
leider so, das vor allem viele
Erwachsene sehr wenig Bezug zur Jagd
haben, und sich in der Regel ein
falsches Bild davon gemacht haben
wie Weidwerken aussieht.
Am
meisten erfreuten sich aber Jung und
Alt mit einem Blick durch das
Spektiv. Immer wieder änderte ich
das Motiv und die Zeile die sich
hinter dem Auszieher auftürmte
schien kein Ende zu nehmen. Es ist
nicht leicht so eine Gruppe Kinder
an einen Ort zu fesseln, in der
Hoffnung, dass sie einem auch
zuhören. Aber mit etwas Abwechslung
harrte ich bis über eine Stunde aus
und ich denke bei den kleinen sowie
großen Zuhörern das sensible Thema
Jagd auf den Punkt gebracht zu
haben. Den Lobesworten der
Lehrpersonen zufolge denke ich als
Jäger in Vertretung aller Weidmänner
gute Arbeit im Bereich
Sensibilisierung geleistet zu haben.
Nach einem Kaffee und einem Stück
Kuchen verabschiedete ich mich dann
bei allen mit einem Händedruck und
zu meiner Überraschung sprach mir
das ein und andere Kind sogar ein
Weidmannsheil aus! |