BERICHT 12 :  Petri Heil in Sexten

Wie jedes Jahr nutze ich die letzten Wochen vor Jagdbeginn einige Fischgänge in Sexten zu unternehmen. Mittlerweile ist es bereits zur Tradition geworden, dass ich über Ostern in Sexten im See mein Glück probiere um einen Fisch an Land zu ziehen.

Am Tag zuvor suchte ich mein gesamtes Werkzeug, das ich zum Fischen benötige zusammen und am Ostermontag ging es dann nach einem guten Frühstück los, um meinen traditionellen Fischgang zu unternehmen.

Dieses Jahr wurde ich von meiner Freundin Steffi und ihren Fischbegeisterten Bruder Fabi begleitet. Fabi hat heuer das erste Jahr die Fischerlizenz und darf in Begleitung seiner Leidenschaft, das Fischen, nachgehen.

Am See angekommen half ich Fabi die Angel vorzubereiten. Er probierte sein Glück sofort mit einem Blinker, den er sich selbst aus dem Kästchen heraussuchte und montierte.

Mit Verwunderung und großer Freude konnte ich Fabi beobachten, wie schnell er, nach einer kurzen Erklärung die Wurftechnik beherrschte.

Etwas entfernt, aber doch immer Fabi in Blickfeld (sollte er meine Hilfe benötigen) probierte ich mein Glück mit einem blau punktierten Blinker.

Fabi hatte bereits nach kurzer Zeit eine Regenbogenforelle mit 44 cm an Land gezogen. Steffi fieberte bei jedem Biss mit uns mit, denn ein Fisch am Haken bedeutete noch lange nicht, dass der Fisch auch an Land ist.

Ich warf den Blinker weit in den See hinein, kaum versank der Blinker im Wasser verspürte ich auch schon einen „zuck“ an meiner Angel. Mir war sofort klar, dass ich einen Biss hatte. Ich zog die Angel an, der Fisch sprang an die Oberfläche wo ich ihn kurz zu Gesicht bekam. Ich traute meinen Augen nicht – ein Prachtkerl.

Meine Freude in diesem Moment war übergroß aber es schoss sofort eine Frage in mir hoch: „Bekime den Fisch wol aussa??“

Steffi kam mit dem Käscher und Fabi stand neben mir und war in seinem Eifer ganz außer sich. Es begann ein Kampf zwischen dem Fisch und mir. Mein Ziel war es, den Fisch irgendwie müde zu machen, dass er nahe am Ufer nicht mehr allzu viele Kraftreserven gegen meine Aktionen ausüben konnte.

Nach 15 Minuten ununterbrochenem hin und her hob Steffi (mit einem Fuß im Wasser) den Pracht-Fisch mit dem Käscher aus dem Wasser.

Wir hatten das große Glück einen Seesaibling mit einer Länge von 63 cm und einem stolzen Gewicht von 2,3 kg an Land zu ziehen.

Im Laufe unseres Fischvormittages zog unser Jungfischer Fabi 4 Fische an Land wobei wir von Steffi mit dem Käscher unterstützt wurden.

Ich wünsche Fabi weiterhin noch viel Freude am Fischen und ein kräftiges PETRI HEIL

                                                                                                                       

                                                                                                           Bericht und Fotos: Alexander Hackhofer, Sexten  

 

 

 

 

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