|
Wie
jedes Jahr nutze ich die letzten
Wochen vor Jagdbeginn einige
Fischgänge in Sexten zu unternehmen.
Mittlerweile ist es bereits zur
Tradition geworden, dass ich über
Ostern in Sexten im See mein Glück
probiere um einen Fisch an Land zu
ziehen.
Am Tag zuvor suchte
ich mein gesamtes Werkzeug, das ich
zum Fischen benötige zusammen und am
Ostermontag ging es dann nach einem
guten Frühstück los, um meinen
traditionellen Fischgang zu
unternehmen.
Dieses Jahr wurde ich
von meiner Freundin Steffi und ihren
Fischbegeisterten Bruder Fabi
begleitet. Fabi hat heuer das erste
Jahr die Fischerlizenz und darf in
Begleitung seiner Leidenschaft, das
Fischen, nachgehen.
Am See angekommen
half ich Fabi die Angel
vorzubereiten. Er probierte sein
Glück sofort mit einem Blinker, den
er sich selbst aus dem Kästchen
heraussuchte und montierte.
Mit Verwunderung und
großer Freude konnte ich Fabi
beobachten, wie schnell er, nach
einer kurzen Erklärung die
Wurftechnik beherrschte.
Etwas entfernt, aber
doch immer Fabi in Blickfeld (sollte
er meine Hilfe benötigen) probierte
ich mein Glück mit einem blau
punktierten Blinker.
Fabi hatte bereits
nach kurzer Zeit eine
Regenbogenforelle mit 44 cm an Land
gezogen. Steffi fieberte bei jedem
Biss mit uns mit, denn ein Fisch am
Haken bedeutete noch lange nicht,
dass der Fisch auch an Land ist.
Ich warf den Blinker
weit in den See hinein, kaum versank
der Blinker im Wasser verspürte ich
auch schon einen „zuck“ an meiner
Angel. Mir war sofort klar, dass ich
einen Biss hatte. Ich zog die Angel
an, der Fisch sprang an die
Oberfläche wo ich ihn kurz zu
Gesicht bekam. Ich traute meinen
Augen nicht – ein Prachtkerl.
Meine Freude in
diesem Moment war übergroß aber es
schoss sofort eine Frage in mir
hoch: „Bekime den Fisch wol aussa??“
Steffi kam mit dem
Käscher und Fabi stand neben mir und
war in seinem Eifer ganz außer sich.
Es begann ein Kampf zwischen dem
Fisch und mir. Mein Ziel war es, den
Fisch irgendwie müde zu machen, dass
er nahe am Ufer nicht mehr allzu
viele Kraftreserven gegen meine
Aktionen ausüben konnte.
Nach 15 Minuten
ununterbrochenem hin und her hob
Steffi (mit einem Fuß im Wasser) den
Pracht-Fisch mit dem Käscher aus dem
Wasser.
Wir hatten das große
Glück einen Seesaibling mit einer
Länge von 63 cm und einem stolzen
Gewicht von 2,3 kg an Land zu
ziehen.
Im Laufe unseres
Fischvormittages zog unser
Jungfischer Fabi 4 Fische an Land
wobei wir von Steffi mit dem Käscher
unterstützt wurden. |