BERICHT 120: Murmeljagd

Da ich auf ein Murmeltier eingeladen war warteten wir auf einen herrlichen Septembertag um unser Glück zu versuchen.Nach Stundenlangem Aufstieg haben wir einen wunderschönen Platz unterhalb steiler Felswände gefunden. Das Panorama der dreitausender zu dessen Füssen wir waren war überwältigend. Ich bin zwar in den Bergen aufgewachsen, jedoch zieht mich ein solcher Anblick immer wieder in seinen Bann und ich danke Gott dafür das wir hier in den Bergen das Waidwerk ausüben können und die wunderschöne Natur geniessen dürfen. Alls wir zu Mittag gegessen haben und dazu einen Rebensaft einverleibten überkam uns die Müdikeit. Ich jedoch begab mich in die Nähe eines Baues wo ich vorhin ein stattliches Murmile gesehen habe. Als ich alles für einen sicheren Schuss hergerichtet hatte drückten die Augenlieder immer mehr Richtung Talboden und so musste ich dann auch nachgeben und ich fiel in einen seeligen schlaf. Zwischendurch erwachte ich und schaute sofort ob sich am Eingang des Baues etwas getan hat, doch leider umsonst. Als ich das nächste mal meine Augen öffnete trieb es mir sofort den Puls in die Höhe, war doch tatsächlich das Murmile aus seinem Bau gekommen.Nun galt es ganz vorsichtig zum Gewehr zu liegen nun mit dem feinen Fadenkreuz das "Krawattl" des Murmile zu suchen, einstechen, Luft anhalten und den Abzug ganz langsam durchziehen-bummms- hallte es weit übers Tal und die steilen Felswände gaben das Echo wieder. Das Murmile lag im Feuer und im Hintergrund die wunderschöne ja fast schon kitschige Bergkulisse der Dreitausender!

Waidmannsdank HL. Hubertus

                                                                                                                            Bericht und Fotos: Peter Taferner

 

 

 

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