|
Schon
seid Jahren ist es mein Traum einen Muffel
in freier Wildbahn zu erlegen.
Ich wusste,
wenn dann in der Tschechei, denn da ist der
Bestand gut und die Trophäen sind super.
Und als mein
Bruder im letzten Jahr einen mit 95 cm
Schlauchlänge nach Hause brachte, war
die nächste Jagdreise schon so gut wie
gebucht.
Vier
Tage sollte man sich schon Zeit nehmen um
einen Muffel zur Strecke bringen zu können.
So entschloss
ich mich am 17. Jänner dieses Jahres nach
Tschechien zu reisen. Um 23 Uhr fuhr ich von
Zuhause ab. In Tschechien war ich auch noch
nie und die Spannung war sehr groß, als ich
gegen 8 Uhr im Jagdhaus ankam.
Ich wollte
keinen Tag versäumen den ich bin schon
einige Male von einer Jagdreise leer nach
Hause gekommen und das ist dann eine kleine
Niederlage.
Die Jagd an
sich besteht aus pirschen und Ansitz am
Wechsel und was mir besonders gut gefallen
hat, dass den ganzen Tag gejagt wird und
nicht nur am Morgen und am frühen Abend.
Dazu kommt
noch das die Sinnesorgane dieser Tiere sehr
gut sind und die Pirsch außerordentlich
interessant macht und man wirklich bei der
Muffeljagd gefordert wird.
Müde nach der
langen Anreise wollte ich am ersten Tag nur
eine kleine Pirsch am Vormittag machen und
am Nachmittag mich ausruhen, aber als ich
gegen 10 Uhr mir den ersten Muffel selbst
verbockt hatte, war die Müdigkeit wie
weggeblasen und der Jagdgeist geweckt.
Immer
wieder liefen uns die Muffel im Unterholz
davon, bevor wir sie eigentlich bemerkten.
Gut getarnt im
Unterholz hatten sie ein leichtes Spiel mit
uns, sodass ich mir immer wieder dachte
„dass es lei möglich isch“.
Am späten
Nachmittag saßen wir an einem sonnigen
Plätzchen wo man einen Wechsel gut im Auge
hatte. Und plötzlich aus dem nichts tauchten
einige Muffelschafe mit ihrem Lämmer auf,
sie bemärkten uns nicht da wir auf der
anderen Talseite saßen.
Dennoch kein
Muffelwidder, plötzlich ein zischen ein
Schaff hatte uns entdeckt.
Die ganze
Gruppe äugte auf uns, nicht bewegen
flüsterte mein Begleiter.
Und die Gruppe
von 13 Stück begann langsam sich in Bewegung
zu setzen, hinter ihnen 3 Widder. Sofort
herrichten, rief der Begleiter aufgeregt.
Ich warf mich zu Boden klappte die Füßchen
vor, hörte nur mehr der 2. und ich lies die
7x64 mit einen 10gr schweren Doppelkern
Geschoss fliegen. Im Schuss fiel der Muffel
im Feuer zusammen.
Mein
erster Gedanke“ und i hon olbm gemoand dei
sein so Schusshort?“
Bravo, bravo
guter Schuss, sagte der Begleiter immer noch
in seiner Aufregung.
Als er mir
erzählte das er diesen Muffel schon seit
Jahren kennt, weil er so auffallende dunkle
Schnecken hat, aber sich nur selten blicken
läst. Da war auch bei mir die Freude umso
größer.
Mein Muffel
wurde dann vermessen (70cm Schlauchlänge)
und erhielt dann 189,9 Punkte und bekam
Bronze. Noch etwas, mir wird immer wieder
gesagt, daß man im Ausland aufs Ohr genommen
wird, natürlich will jeder ein Geschäft
machen, aber hier wurde richtig und faire
abgerechnet.
Warum ich das
weis, denn wenn mein Muffel nur einen Punkt
mehr gehabt hätte wäre es Silber gewesen und
er hätte 1200 Euro mehr gekostet. Also zur Tschechei
selbst, sehr nette und freundliche Leute.
Ich glaube
sicher es ist für jeden Auslandsjäger was
dabei, was er auch immer im Ausland sucht.
Ich werde
sicher wieder kommen und wieder auf Muffel
jagen.
Ein besonderer
Dank gilt meiner Frau die diesen Muffel mir
zum 30. Geburtstag geschenkt hatte.
Waidmannsheil
Bericht und Fotos: Burgauner Tobias,
Revier Kastelruth |