SÜDTIROLER JÄGER BEIM WETTBEWERB "PALIO DELLE PROVINCE in Treviso

Treviso:  „6. Palio delle Province“ geht nach Sassari

 

Zum 2. Mal nahmen einige Hundefreunde und Hasenjäger aus Südtirol beim Wettbewerb „Palio delle Province“ in Treviso teil, welche vom Club „Segugi Segugisti“ organisiert wurde. Zum Wettbewerb hatten sich ca. 900 Hasenjäger aus ganz Italien eingeschrieben, vier davon waren Südtiroler. Es wurde gejagt und gefeiert.

Schon gegen 3.00 Uhr starteten die Südtiroler von Bozen aus und kamen gegen 5.30 Uhr im Messegelände von Treviso an, wo bereits viele Gleichgesinnte eingetroffen waren.  Nach der Anmeldung wurden die Teilnehmer der einzelnen Provinzen aufgerufen und ein- oder zwei

Schiedsrichter sowie einige ortskundige Begleitpersonen der Gruppe zugewiesen. Die vier Südtiroler (Toni, Andreas, Alfred und Walter) fuhren mit ihren Schiedsrichtern und Begleitpersonen in ein Gelände, das ca. 20 km entfernt war. Eine Menge Leute und Freunde der Hasenjagd haben sich angeschlossen. Der Toni meinte: „Mir kommt es hier vor,  als wären wir der Papst.“

Im Gelände wurden dann die Starnummern ausgelost. Walter hatte die Nummer eins, eigentlich eine gute Startnummer, weil in der Früh die Hasenspuren noch  frisch sind. Je später es wird um so schwieriger wird die Ausarbeitung der Spur.

Als Walter die Hündin vom Auto holte,  merkte er, dass etwas mit der Hündin nicht in Ordnung war.  Kaum aus dem Auto gelassen, bemerkte er, dass sie Durchfall hatte. Noch am Tag vorher war alles in Ordnung. Immer wieder drückte sie und konnte sich kaum an die Arbeit konzentrieren. Nach ca. 10 min. brach Walter im Einverständnis mit dem  Schiedsrichter den Wettbewerb ab. Dann kam Toni dran. Jeder hatte eine Stunde Zeit Hasen aufzustöbern.

Hundeführer, Schiedsrichter, Begleitpersonen und viele Hundefreunde folgten den Hunden im Gelände. Die Schiedsrichter bewerteten das Vorlauten des Hundes, die Ausarbeitung der Spur und das Verfolgen der aufgestöberten Hasen. Je nach Leistung (Punktestand) gab es zum Schluss die Bewertung: befriedigend, gut, sehr gut und ausgezeichnet.

Alfred und Andreas konnten sich qualifizieren. Ihnen gelang es, je einen Hasen aufzustöbern. Da die Südtiroler Gruppe seit mehreren Jahren bei verschiedenen Turnieren teilnimmt, wissen die italienischen Freunde der Hasenjagd, dass die Südtiroler „Holmittog“ machen. Obwohl die italienischen Freunde und Begleiter weder deutsch sprechen noch verstehen, haben sie gelernt, „Holmittog“ zu schreien. Sie taten das auch diesmal gerade dann, wenn ein Hund längere Zeit keine Hasenspur fand.

Während Toni Speck, Kaminwurzen und Salami aufschnitt und dies zusammen mit Schüttelbrot anbot, gab es wie immer viel Gesprächsstoff. Jeder erzählte seine Jagdgeschichten,  Erfahrungen wurden ausgetauscht. Anschließend fuhr man zurück ins Messegelände. Die Mittagstische waren bereits gedeckt.

Die Vorfeier kam Andreas und Alfred wegen Ihrer Qualifikation teuer zu stehen. Sie mussten schon mehrere Runden Getränke bezahlen, danach das Mittagessen für die beiden Südtiroler Mitstreiter.

Nachdem am Sonntag „Tag der Frau“ war, gab es noch nach dem Mittagessen für jede Frau einen Blumenstock, der von den Organisatoren spendiert wurde. 

Gegen 14 Uhr begann die Preisverteilung. Eine Menge Behördenvertreter aus ganz Italien waren anwesend. Sie lobten die Organisation und sprachen einige Worte zu den Jägern. 

Die Trophäe „6. Palio delle Province“ haben die Hasenjäger aus Sassari, mit Ihren Hunden Segugi Maremano mit 2 Mal ausgezeichnet und 2 Mal sehr gut gewonnen. Bis ca. 18 Uhr wurde in der Messehalle gefeiert. Walter hielt sich beim Trinken zurück, und genoss seinen Fruchtsaft, denn er wollte die Freunde gesund nach Hause bringen. Auf der Rückfahrt hatte er, neben den Hunden, noch drei „schlafende Säcke“ im Auto liegen!

 

 SIEHE FOTOARCHIV

Siehe auch: http://www.segugiesegugisti.it/

Bericht und Fotos: Südtiroler Jagdportal    

Dieser Bericht zählt nicht zum Wettbewerb   

                                       

 

                                                                          

 

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