Bericht 88: Gamsabschuss im Revier Montan  

Schon mehrmals wurde in der Örtlichkeit „Ziss“ ein schwacher Gamsjahrling gesichtet. Aber wie die Gamsjagd im unübersichtlichem Waldgebiet so ist, ist es noch keinem gelungen das schwache Stück zu erlegen. Mit dem „Lentsch“  und dem „Gotthart“ als Maskottchen, stiegen wir am Dienstag Abend in die genannte Örtlichkeit auf,  um erneut unser Jagdglück zu versuchen.

Bereits beim Aufstieg konnten wir Geiß, Kitz und einen Jahrling  beobachten. Die Distanz war aber für einen sauberen Schuss doch zu weit und so ließen wir die Gämsen weiter ziehen.

Am Sitz angekommen waren wir erst mal enttäuscht, dass kein Gamswild zu sehen war. Wir machten es uns aber trotzdem gemütlich und gaben die Hoffnung nicht auf. Wir hofften, dass die drei Gämsen die wir vorhin gesehen hatten, oberhalb von uns vorbeiziehen würden.  Kaum gedacht, sahen wir die Gemsen oberhalb von uns,  zuerst konnte ich den Gamsjahrling ansprechen, aber kein Abschuss, denn er war zu gut um ihn zu erlegen. 

Ja, das war's dann wohl...so ein Pech....dachten wir.

Wir konnten nicht ahnen, dass diese Gämsen uns in Kürze ein passendes Stück zutreiben würden.

Die Steine, welche von den Gämsen die nun 200m oberhalb von uns vorbei zogen, brachten Unruhe in die  Lichtung.

Ein sehr schwaches Stück kam plötzlich erschrocken direkt auf uns zu und sicherte immer wieder in den oberen Teil aus welchen die Steine herunterrollten. Wir brauchten erst gar nicht das Spektiv zur Hand nehmen um zu sehen, dass  es sich um ein außergewöhnlich schwaches Stück handelte. Ich gab diesen Jahrling dem "Lentsch" sofort zum Abschuss frei. Als der Jahrling  nur wenige Meter von uns vorbei wechselte,  erhob sich der Walter (Lentsch)  und trug der Jungen Gamsgeiß mit freier Hand den tödlichen Schuss an.

Die Freude war natürlich groß und nach der Bergung und roten Arbeit machten wir noch ein paar Schnappschüsse.

 

Ich überreichte dem stolzen Erleger den Erlegerbruch und als wir am Wagen angekommen waren durften wir noch den feinen Klängen vom Jagdhorn lauschen.

 

Eine Gruppe von Jägern welche auch im Revier waren und bereits von uns benachrichtigt wurden, warteten bereits im Dorf auf uns wo wir in netter Runde mit einer kleinen Brotzeit und der Erzählung von unserem Jagderlebnis den Tag ausklingen ließen.

 

Weidmannsheil Walter

 

         Bericht und Fotos: Christian Lindner

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