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Da
ich noch keine aktive Jägerin bin und somit auf Jagdeinladungen
angewiesen, fuhr ich am
Freitag, den 14. Juli mit einem
guten Freund dem Toni nach Deutschland auf Wildschweinjagd.
Toni fährt schon seit vielen
Jahren zu seinem Freund Baron Ansko Freiherr zu Eisenbach und
somit besorgte er auch für mich eine Gastkarte. Am Abend dort
angekommen wurden wir von der Familie zu einem Abendessen im
besten Restaurant des Ortes eingeladen. Am nächsten Tag ging’s
los, dann hieß es ansitzen, am Morgen, zu Mittag und am Abend!
Wir hatten die Erlaubnis auf Fuchs, Waschbären, Reh- und
Schwarzwild! Der Rehbock, auf den wir es abgesehen hatten,
machte den ganzen Wald verrückt, da der Wind es an keinem dieser
Tage gut mit uns meinte.
Fuchs
und Schmalreh ließen wir an uns vorbeiziehen und erfreuten uns
an dem schönen Anblick, im Glauben ja noch genügend solche
Erlebnisse zu haben.
Am Ende des 2. Jagdtages, hatten
wir noch keinen Abschuss getätigt. Jetzt wurde es eng! Es blieb
nur mehr der Montag! Baron Ansko und sein Sohn Maximilian kamen
mit je einem Rehbock nach Hause. Wir freuten uns natürlich mit
dem Gastgebern und wünschten Ihnen ein Weidmannsheil!
Montag Morgen: Drei Überläufer
düsten über einen Forstweg, dass man Mühe hatte, ihnen zu
folgen, an schießen war gar nicht zu denken.
Montag Mittag: Kein Anblick!!!
Montag Abend: Die letzte Chance!!!
Toni und ich saßen ein wenig
deprimiert auf unserem Hochsitz, es war 17.00 Uhr bis 21.30 Uhr
hatte ich Büchsenlicht. 18.00 Uhr, nichts. 19.30 Uhr noch
nichts, Verzweiflung machte sich breit. 21.00 Uhr, und noch
keinen Anblick, im Wald war‘s still wie nie zuvor, kein
Vogelgezwitscher, kein Knacksen in den Ästen, rein nichts!!
Ich lehnte mich zurück, schloss
meine Augen und hatte alle Hoffnung aufgegeben.
21.10 Uhr, Toni klopft auf meine
Knie und flüstert: Deine Chance, deine Chance………….
Ich schaute auf die Kirrung
und da stand sie, die Bache, mit ihren Frischlingen. Langsam
nahm ich die Büchse, in mir ging alles drunter und drüber. Jetzt
nur keinen Fehler machen, Toni versuchte mich zu beruhigen.
Lass dir Zeit!!!
Es
wäre für mich leichter gewesen, die Bache zu erlegen, denn diese
stand wenigsten einigermaßen still. Die kleinen Kerle flitzten
von einer Ecke zur Anderen.
Jetzt oder nie, der Schuss brach,
und zu meiner größten Freude, er saß goldrichtig!!!
Vom Toni bekam ich jetzt das
erlösende Weidmannsheil.
Noch schnell ein Erinnerungsfoto,
denn es begann in Strömen zu regnen und wir versuchten uns ins
Trockene zu bringen.
Danach gab’s ein Abendessen bei
Baron Ansko, seiner Frau Britta und Sohn Maximilian. Es wurde
ausgiebig gefeiert und etwas später als gewollt, löste sich die
gesellige Runde auf.
Auf diesem Wege möchte ich mich
von ganzem Herzen bei der Familie Ansko Riedesel Freiherr zu
Eisenbach für die entgegengebrachte Gastfreundschaft und die
erneute Einladung zur Treibjagd im November bedanken!!!
DANKE und Weidmannsheil dir Toni,
da du mir dieses schöne und bis zur letzten Minute
spannende Jagderlebnis ermöglicht hast.
Bericht und Fotos:
Rosmarie Kofler |