Bericht 81: Zwei Jungjäger? 

Es war heuer wieder mein Turnus für die Jagd auf den 6er-Bock. Mehrere Böcke hatte ich schon in Anblick bekommen, keiner der mir gepasst hätte. Dann endlich fand ich auf meiner Pirsch einen, der musste es sein. Jedoch bevor ich den Abzug durchziehen konnte, trieb er wieder die Geiß.

Was solls, dachte ich, es ist morgen ja auch noch ein Tag.

In der Früh war kein Bock mehr zu finden und so nahm ich am Abend meine beiden Jungs (Florian 12 und Johannes 10 Jahre alt), die mich des öfteren darum gebeten hatten, mit auf die Jagd.

Wir spazierten und schlichen ca. eine halbe Stunde zum Ort wo wir dann auf den Bock ansitzen wollten. Und es dauerte auch nicht einmal lange, da sprangen auch schon Bock und Geiß daher, nur einen Moment, um dann gleich wieder im Wald zu verschwinden. Bei der zweiten Runde konnte ich durchs Zielfernrohr den Bock nochmals ansprechen, als er das dritte Mal austrat brach der Schuß und ein braver Bock lag im Feuer. Und die Jungs?

Sofort ertönte von ihnen ein „Weidmannsheil Tata“ und ihre Freude über den Abschuss war für mich das Schönste! Sollte da das Interesse und die Freude an der Jagd wieder weitervererbt und weitergegeben worden sein? Was kann man sich als Vater mehr wünschen? Noch schnell ein Erinnerungsfoto mit dem Handy und schon erkundigten sich die zwei, wer denn heute alles kommen würde, „unseren“ Rehbock bzw. „ihren ersten Rehbock“ anzuschauen und zu feiern: wie der Vater, so die Söhne. J 

 

Es war dies Dank meiner beiden Söhne eines meiner schönsten Jagderlebnisse, das mich zudem mit Vaterstolz erfüllt.

 

 Bericht und Foto:
Toni Gurndin - Jagdrevier Aldein
 

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