Bericht 79:  Der Pendelstangenbock

Bereits vor dem Aufgang der Bockjagd unternahm ich einige Pirschgänge um mich nach einem passenden Bock umzuschauen. Bedingt durch den harten Winter hatten die Böcke  ihre Energie auf das überleben gerichtet und so kam das schieben der Krickler etwas zu kurz. Nur wenige und meist schwache Sechser konnte ich im Revier ausmachen.

Ein Bock stach mir jedoch sofort ins Auge,  denn er hatte das rechte Krickl  nach unten gebogen. Und dieser sollte es sein.

Am ersten August um kurz nach  5 Uhr morgens fuhr ich Richtung Karerpass um dort in einer Wiese anzusitzen, doch es zeigten sich an diesem Morgen nur Geißen. Auch in den folgenden Tagen hatte ich wenig Glück.

So versuchte ich mit Hilfe unseres Revierleiters mit dem Blatter den Bock  anzulocken.

Nach wenigen Rufen stand er auch schon in der Wiese spitz zu uns, ein Schuss war jedoch nicht möglich, der Wind drehte in die Richtung des Bockes und er  sprang ab.

Am nächsten Abend begleitete mich mein Jagdfreund Werner der als geheimer Glücksbringer gilt, wenn man von ihm begleitet wird, kriegt man immer etwas im Anblick.

Als wir aus dem Wagen stiegen goss es wie aus Kübeln. Da sahen wir plötzlich das der gesuchte bereits wenig unterhalb in einer Wiese ruhig äste.

Wir pirschten noch einige Meter und als der Bock abdrehte konnte ich ihm die Kugel antragen.

Es lag ein reifer sehr interessanter Bock vor uns.

 

Waidmannsheil

                                                                                                        Bericht und Foto: Andreas Kircher Welschnofen

 

nach oben