Bericht 74:  Die Fuchswette
Sechs andere Jagdkollegen und ich haben nun zum zweiten mal eine Wette abgeschlossen: Wer mehr Füchse schiesst, wobei der letzte Getränke und der vorletzte allen eine Pizza zahlen muss! Aus dem Grund den Juli zu überbrücken, wo weder Gämsen noch Rehbock und Kälber offen sind und die Jagd auf Rotwild eher kritisch ist, besonders wenn man vorbelastet ist wie ich, aber natürlich auch etwas gutes für das Niederwild tun kann.  
Also bin ich am 1.Juli in aller Herrgottsfrühe aufgestanden um Fuchs zu passen. Es hat auch nicht lange gedauert und es kam ein Jungfuchs angeschnürt. Leuchtkreuz eingeschaltet und Bumms!  Daneben!
Am zweiten Juli dann mehr Glück, als ich einen ziemlich grossen Fuchsrüden erlegen konnte. Drei Tage später eine Fähe. Dann am Freitag Morgen wieder eine Fähe, und am Abend bin ich dann wieder los.  Mein Ziel war diesmal "Klompobingl". Gegen halb Zehn habe ich mit der Hasenklage angefangen, dann nach jeder viertel Stunde nochmal. Kurz nach Zehn Uhr schau ich den steilen Hang hinauf und sehe einen Schatten,- ein Fuchs! ich fange an zu Mäuseln, vorauf er sofort zu steht. Zuerst bekomme ich ihn wegen der Finsternis nicht ins Absehen, doch als es mir gelingt lasse ich sofort fliegen! vom Mündungsfeuer geblendet weis ich nicht ob ich getroffen habe, zudem wird mir wolig warm im Gesicht, wie es eben beim Bergaufschiessen passieren kann habe ich eine kapitale Platzwunde. Trotzdem liegt ein kapitaler Fuchsrüde auf der Strecke! Und die Kollegen? Natürlich, wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen!

                                                                                                                        Bericht und Fotos: Peter Taferner

 

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