Bericht 72: Mein erster Jährlingshirschabschuss

Am Freitag, 10.07.2009 war ich mit meinen Jagdkollegen Claudio und Armin zu einem Pirschgang ins "Schlandrauntal" verabredet. Wir starteten gegen 18 Uhr mit einer guten Marende im Rücksack und los ging es Richtung "Schlandraun".

Nach einer kurzen Autofahrt waren wir gegen 18.30 Uhr bereits in der Örtlichkeit „Mitteralm“ angekommen. Dort suchten wir erst einmal das umliegende Gebiet nach Rotwild ab, und es dauerte nicht lange und wir hatten ein einzelnes Stück Rotwild inmitten eines Kahlschlages im Anblick. Sofort nahmen wir das Spektiv zur Hand und konnten das Stück als schwachen Jährlingshirsch ansprechen und bestätigen. Wir entschlossen uns sofort das Stück anzugehen. Nach einer kurzen Beratung pirschten wir gegen den Wind los und versuchten auf eine ordentliche Schussdistanz an den Jährlingshirsch heran zu kommen. Es war ein spannendes und schwieriges Unterfangen, denn der Wind drehte mehrmals und der Jährlingshirsch sicherte einige male in unsere Richtung. Doch der hl. Hubertus war uns hold und somit gelang es uns auf ca. 180 Meter an den Jährlingshirsch heranzukommen. Während ich mir versuchte eine ordentliche Auflage zu richten, bestätigte Armin mir noch einmal dass es ein schwacher Jährlingshirsch war und sagte dass ich mich in Ruhe ordentlich richten soll und sobald ich bereit sei schießen könne. Leider war dies nicht so einfach, denn wir befanden uns in einer recht steilen Gegend und so war es alles andere als leicht eine halbwegs stabile Auflage für mein Gewehr zu finden und eine gute Position für mich. Doch nach einigen Momentan war ich bereit und wartete geduldig bis der Jährlingshirsch wieder aus einer kleinen Baumgruppe hervortrat. Ich spannte und als das Stück breit stand und kurz verhoffte hallte der Schuss den Kahlschlag hinauf. Noch im Zielfernrohr konnte ich beobachten wie das Stück zeichnete und nach vorne absprang und hinter 3 kleine Fichten verschwand. Wir warteten eine gute viertel Stunde ab und pirschten dann langsam Richtung Anschuss. Es schien mir ein endlos langer Anstieg bis zu den 3 kleinen Fichten, immer mit der Hoffnung verbunden dort den verendeten Jährlingshirsch zu finden. Alls wir endlich die Höhe des Anschusses erreicht hatten, ging unsere Anspannung in ein zufriedeneres Gefühl über, denn unter den 3 kleinen Fichten lag der Jährlingshirsch. Nachdem wir beim Stück angelangt waren, überreichte mir Armin mit einem herzlichen Weidmannsheil den Erlegerbruch. Nachdem wir das Stück aufgebrochen hatten, gönnten wir uns eine kleine Marende und einen guten Schluck Wein. Anschließend begannen wir mit der Bergung des Stückes die sich nicht sonderlich schwierig gestaltete und bereits nach einer knappen halben Stunde waren wir beim Auto wieder angekommen. Wir führen gemeinsam in die Kühlzelle und erledigten dort die restlichen anfallenden Arbeiten. Natürlich stießen wir noch einige male auf den guten Abschuss (der Jährlingshirsch wog 40 kg) an und fuhren zu späterer Stunde zufrieden nach Hause.

 

Ein Weidmanndank an meine Begleiter Armin und Claudio.

 

Weidmannsheil

                                                                                  Bericht und Foto: Höllrigl Martin - Jagdrevier Schlanders

 

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