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Am
Freitag, 10.07.2009 war ich mit meinen Jagdkollegen Claudio und
Armin zu einem Pirschgang ins "Schlandrauntal" verabredet. Wir
starteten gegen 18 Uhr mit einer guten Marende im Rücksack und
los ging es Richtung "Schlandraun".
Nach einer kurzen Autofahrt waren wir gegen 18.30 Uhr bereits in
der Örtlichkeit „Mitteralm“ angekommen. Dort suchten wir erst
einmal das umliegende Gebiet nach Rotwild ab, und es dauerte
nicht lange und wir hatten ein einzelnes Stück Rotwild inmitten
eines Kahlschlages im Anblick.
Sofort
nahmen wir das Spektiv zur Hand und konnten das Stück als
schwachen Jährlingshirsch ansprechen und bestätigen. Wir
entschlossen uns sofort das Stück anzugehen. Nach einer kurzen
Beratung pirschten wir gegen den Wind los und versuchten auf
eine ordentliche Schussdistanz an den Jährlingshirsch heran zu
kommen. Es war ein spannendes und schwieriges Unterfangen, denn
der Wind drehte mehrmals und der Jährlingshirsch sicherte einige
male in unsere Richtung. Doch der hl. Hubertus war uns hold und
somit gelang es uns auf ca. 180 Meter an den Jährlingshirsch
heranzukommen. Während ich mir versuchte eine ordentliche
Auflage zu richten, bestätigte Armin mir noch einmal dass es ein
schwacher Jährlingshirsch war und sagte dass ich mich in Ruhe
ordentlich richten soll und sobald ich bereit sei schießen
könne. Leider war dies nicht so einfach, denn wir befanden uns
in einer recht steilen Gegend und so war es alles andere als
leicht eine halbwegs stabile Auflage für mein Gewehr zu finden
und eine gute Position für mich. Doch nach einigen Momentan war
ich bereit und wartete geduldig bis der Jährlingshirsch wieder
aus einer kleinen Baumgruppe hervortrat. Ich spannte und als das
Stück breit stand und kurz verhoffte hallte der Schuss den
Kahlschlag hinauf. Noch im Zielfernrohr konnte ich beobachten
wie das Stück zeichnete und nach vorne absprang und hinter 3
kleine Fichten verschwand. Wir warteten eine gute viertel Stunde
ab und pirschten dann langsam Richtung Anschuss.
Es
schien mir ein endlos langer Anstieg bis zu den 3 kleinen
Fichten, immer mit der Hoffnung verbunden dort den verendeten
Jährlingshirsch zu finden. Alls wir endlich die Höhe des
Anschusses erreicht hatten, ging unsere Anspannung in ein
zufriedeneres Gefühl über, denn unter den 3 kleinen Fichten lag
der Jährlingshirsch. Nachdem wir beim Stück angelangt waren,
überreichte mir Armin mit einem herzlichen Weidmannsheil den
Erlegerbruch. Nachdem wir das Stück aufgebrochen hatten, gönnten
wir uns eine kleine Marende und einen guten Schluck Wein.
Anschließend begannen wir mit der Bergung des Stückes die sich
nicht sonderlich schwierig gestaltete und bereits nach einer
knappen halben Stunde waren wir beim Auto wieder angekommen. Wir
führen gemeinsam in die Kühlzelle und erledigten dort die
restlichen anfallenden Arbeiten. Natürlich stießen wir noch
einige male auf den guten Abschuss (der Jährlingshirsch wog 40
kg) an und fuhren zu späterer Stunde zufrieden nach Hause.
Ein Weidmanndank an meine Begleiter Armin und Claudio.
Weidmannsheil
Bericht und Foto: Höllrigl Martin - Jagdrevier Schlanders |