Bericht 71:  Der Gewitterhirsch

Mein Jagdfreund überredete mich mit Ihm und zwei Jagdkollegen in sein Revier zu fahren um dort das Weidwerk auszuüben. Unser Treffpunkt war ein Gasthaus, das im Herzen seines Reviers liegt, wo wir uns noch vor der Jagd stärkten. Nach eine kurzen Lagebesprechung wurden jedem sein Pirschweg zugewiesen und darauf hin ging es in Richtung Alm. Ich bekam einen Revierteil an der Baumgrenze, der einzige Nachteil, war es dass ich alleine war und die Weidegatter auf und zu machen musste. Nach 45 Minuten konnte ich mein Auto abstellen und mich zu Fuß in Richtung Hochsitz machen. Es begann zu Regnen, kurz darauf zu Hageln und anschließend hörte ich das Gewitter heran ziehen. Ich begab mich sehr zügig zu meinem Sitz. Am Pirschsteig zum Hochsitz sah ich plötzlich auf dem Schlag, vor dem Hochsitz einen roten Fleck. Ich sah mit dem Fernglas, dass es sich um ein Stück Hochwild handelte, nach genauerer Betrachtung sah ich die „Popatslan“, also die Knopfwülste des Spießerhirsches. Ich robbte mich langsam vor , da ich keine Chance hatte auf den Hochsitz zu kommen. Ich kam bis zu einem kleinen Felsen, wo ich meinen Rucksack als Auflage hinlegte. Noch ein kurzer Blick, das ist ein Spießer. Ich entsicherte und stach meine Büchse. Der Spießerhirsch drehte sich mit seinem Blatt zu mir und ich erkannte meine Chance. Der Schuss halte durch das ganze Tal und ich sah nur, dass der Hirsch im Feuer zusammenbrach und nicht mehr hoch wurde. Weidmannsheil!!!!!!!!!!!!!!!!

Nach meinen Schuss konnte ich noch zwei Tiere mit ihren Kälber und eine Geiß mit ihren zwei Kitzen zu Gesicht bekommen.

Ich musste mich beeilen, da das Gewitter immer näher und näher kam. Bei besten Jagdwetter begab ich mich wieder ins Tal, wo ich noch eine Zeit lang auf meine Kollegen wartete. Die Blitz erhellten die Nacht und der Donner grollte über das Land, aber ich hatte meinen Spießerhirsch und ich freute mich sehr über dieses Jagderlebnis!

 

Weidmannsheil und Weidmannsdank

 

                                                                                                                           Bericht und Fotos: Philipp Skalka

 

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