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An
einem Sonntag Abend begaben sich einige Jagdkollegen und ich ins
Revier. Wir teilten uns auf die einzelnen Revierteile auf und
wünschten uns einen guten Anblick und jeder von uns ging seinen
Weg. Ich bekam einen
Revierteil,
in dem zwei Gräben aufeinander treffen. Dieses Gebiet ist sehr
waldreich und ist auch ein lukrativer Einstand für Gams- und
Rotwild. Ich begab mich auf den Hochsitz, von wo aus ich einen
guten Überblick über zwei Schlagflächen hatte. Als ich über die
Brüstung des Sitzes in den verwachsenen Schlag unter mir sah,
konnte ich plötzlich einen roten Fleck zwischen den jungen
Fichten und Lärchen erkennen. Mit dem Glas konnte ich einen
jungen Kolbenhirsch erkennen. Bevor ich den Hirsch mit dem
Spektiv genauer ansehen wollte, glaste ich noch den anderen
Schlag ab und konnte dort auch zwei mittel alte Basthirschen
sehen. Anschließend wollte ich den jungen Hirschen, der vor mir
im Bett lag genauer ansehen, bemerkte aber, dass dieser schon
langsam hoch wurde und Wind von mir hatte. Plötzlich bemerkte
ich, dass die ganze Kultur sich bewegen anfing. Es flüchteten
einige Kolbenhirschen in die nahegelegene Kultur, die in einen
Graben führte. Ich vermutete ,dass die Hirschen über den Graben
und auf die andere Seite auf eine Blöße im Jungbestand ziehen
würden. Kurze Zeit später kamen die Hirsche vorsichtig auf die
kleine Freifläche. Es waren sechs Hirschen von jungen bis zum
alten Hirschen waren alle vertreten. Für einen
Rotwildjäger,
ist es ein wunderbarer Anblick das Alter eines Hirschens an
bestimmten Merkmalen zu erkennen und zu „schätzen!“ Es waren
drei Junge Hirschen, zwei ungerade Kronenzehner und ein
Eissprossenzehner, die in Kärnten in die Klasse III fallen
würden. Außerdem konnte ich noch einen Zwölfer und einen
ungeraden Sechzehner als mittel alte Hirschen ansprechen. Ein
einziger Hirsch setzte sich aber aus dem Hirschenverband heraus,
dieser bekam meine größte Aufmerksamkeit! Ich konnte in als
einen sehr guten, schon fast kapitalen Achter Hirsch ansprechen.
Der Achter trug auf seinem Haupt ein zwar Enden armes, aber für
mich ein höchst imposantes Geweih, das sich durch die gewaltigen
langen Gabeln auszeichnete. Ich beobachtete das Rudel sehr
langen, aber mein Blick schweifte immer wieder auf den Achter.
Mit dem Spektiv suchte ich nach einigen bestimmten
Altersmerkmalen. Ich konnte einige Merkmale erkennen und kam zu
dem Entschluss, dass es sich um einen alten Achter handeln
müsste. Insgesamt konnte ich bei diesem Ansitz zehn Hirsche in
Anblick bekommen und ich freute mich sehr über diesen Anblick,
denn nicht jeder so oft haben kann und wird! Ich muss sagen für
mich war es ein wunderbares Jagderlebnis, bei dem die Büchse
kalt blieb und ich nicht erwarten konnte dieses Jagderlebnis
meinen Freunden zu Schildern.
Ich wünsche
allen Jägerinnen und Jägern ein kräftiges Weidmannsheil und
einen umso besseren Anblick für 2009.
Weidmannsheil
Bericht und Foto: Philipp Skalka - Kärnten |