Bericht 61:   Erfolgreiche Kahlwildjagd im Jagdrevier Schlanders

Am Sonntag, 07. Juni 2009 war ich wieder einmal mit meinem Jagdkollegen Claudio zu einem Pirschgang in unserem Revier verabredet. Da wir beide heuer die zweite Jagdkarte lösen konnten, durften wir nun endlich „alleine“ auf die Pirsch gehen und unser Jagdglück versuchen. So verabredeten wir uns für Sonntagnachmittag gegen 17 Uhr und fuhren mit dem Auto auf den Schlanderser Sonnenberg, um dort Ausschau nach einem passenden Rotwildabschuss zu halten. Nach einer knappen Stunde hatten wir das Ende der Forststrasse erreicht und pirschten nun zu Fuß weiter Richtung „Säbelthütte“ (eine kleine Hirten und Jagdhütte). Nach einer knappen Stunde hatten wir unser Ziel erreicht, ohne jedoch in den Anblick von Rotwild zu kommen. Also beschlossen wir noch ein kleines Stück weiter zu gehen, um vielleicht doch noch ein passendes Stück Rotwild in den Anblick zu bekommen. Wir waren keine 10 Minuten unterwegs als wir plötzlich einige Stücke Rotwild ruhig „äsend“ am Berghang oberhalb von uns entdeckten. Leise legten wir uns hinter die letzen Lärchen an der Baumgrenze und versuchten die Stücke anzusprechen. Da wir wie bereits erwähnt das erste Jahr ohne „erfahrenen Begleiter“ auf die Jagd gehen durften, waren wir beide sichtlich nervös und doch zugleich erfreut über den Umstand. Zuerst sahen wir zwei starke Tiere, und etwas oberhalb noch weitere 3 Tiere. Leider war unseren Kenntnissen nach kein passendes Stück dabei und die Enttäuschung war dementsprechend groß, als plötzlich bei den unteren zwei Rotwildtieren ein weiters Stück aus einer kleinen Baumgruppe hervortrat. Sofort nahmen wir wieder das Spektiv zur Hand und waren uns beide auf den ersten Blick einig, dass es sich um ein Schmaltier handeln musste. Die zierliche Gestalt, das kurze Haupt und im Vergleich zu den kräftigen Tieren bedeutend kleiner und schwächer waren wir uns sicher dass es ein passender Abschuss sein musste. Mein Kollege Claudio hatte sich zwischenzeitlich versucht eine ordentliche Auflage zu richten, was in von unserem Standort aus nicht so einfach war. Dazwischen hatte ich bereits mit dem Entfernungsmesser die Distanz kontrolliert und auf den angezeigten 220 Metern sollte ein ordentlicher Schuss möglich sein sagte ich zu Claudio. Es vergingen noch einige Augenblicke bis Claudio leise murmelte, dass er gleich schießen würde, da brach bereits der Schuss seiner Steyr Mannlicher 7 x 64 und ich sah wie das Stück im Feuer zusammenbrach und den Hang herunterrollte und ca. hundert Meter vor uns liegen blieb. Wir warteten eine knappe viertel Stunde ab und begaben uns dann zum erlegten Stück. Auf dem weg dorthin schossen mir viele Gedanken durch den Kopf (hoffentlich passt der Abschuss usw.). Der Weg bis zum erlegten Stück schien uns endlos lang, doch dann überwiegte bei uns beiden die Freude, als wir das wirklich schwache Schmaltier vor uns liegen sahen. Nach einem herzlichen Weidmannsheil an Claudio brachen wir das Stück zusammen auf. Nach ein paar Erinnerungsfotos begannen wir mit der Bergung des Schmaltieres. Nach ca. 2 Stunden kamen wir erschöpft beim Auto an. Wir fuhren in die Kühlzelle um die restlichen Arbeiten zu erledigen. Anschließend stießen wir mit einem guten Bier auf den guten Abschuss (das Schmaltier wog 31,50 kg) und das einmalige Erlebnis an.

  

                                                                                  Bericht und Foto: Martin Höllrigl, Jagdrevier Schlanders

 

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