| Bericht 60: Schmaltierabschuss |
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Mit einigen Jagdfreunden begaben wir uns an einem herrlichen Tag auf die Alm. wir fuhren schon früher auf die Alm, um noch einige der warmen Sonnenstrahlen zu genießen. Es war wunderbar, ein Bier auf der Terrasse der Jagdhütte mit Freunden, was gibt es schöneres? Nach einer kurzen Besprechung mit dem Jagdherren, wusste jeder wer mit wem in welches Gebiet gehen wird. Der Jagdchef wies mir ein Gebiet zu, wo schon seit der Hirschbrunft niemand mehr gejagt hatte. Ich wartete noch bis der Wind drehte und für mich günstig stand. Als ich bemerkte, dass es so weit ist begab ich mich in Richtung Hochsitz. Ich pirschte langsam den steilen Hang hinauf und beobachtete die Umgebung. Kurz bevor ich den Hochsitz erreichte, konnte ich schon einen roten Fleck auf der ersten Schneise erkennen. Ich bewegte mich sehr langsam bis zur Hochsitzleiter vor, von dort aus konnte ich noch mehr Stücke in der zweiten Schneise wahr nehmen. Mit zügigen aber vorsichtigen Schritten begab ich mich die Hochsitzleiter hinauf. Ich beobachtete immer wieder, ob mich die Stücke schon wahr genommen hatte, dies war aber nicht der Fall.
Nach einiger Zeit konnte ich einen roten Fleck am linken oberen Schneisenrand wahrnehmen. Mit dem Spektiv konnte ich erkennen, dass es sich um mein Schmalstück handelte. Das Schmalstück konnte ich als Schmaltier ansprechen und tauschte das Spektiv mit meiner Büchse. Da ich mich zuvor gut eingerichtet hatte, hatte ich auch eine perfekte Auflage. Das Tier zog zügig über die Schneise und stoppte noch einmal kurz um noch Äsung aufzunehmen. Im Zielfernrohr sah ich, dass es meine letzte Chance ist und ich entschloss mich für den Schuss. Das Fadenkreuz stand ruhig auf dem Trägeransatz des Stückes und ich ließ meine Büchse sprechen. Auf meinen Schuss hin brach das Schmaltier zusammen und verendete sofort. Im Gedanken wünschte ich mir ein kräftiges Weidmannsheil und dankte auch St. Hubertus und Diana für dieses Jagderlebnis. Nach einigen Warteminuten ging ich zum Anschuss, wo ich auch das Schmaltier vorfand. Das Schmaltier hatte meine Kugel am Trägeransatz und wog aufgebrochen ohne Haupt 37 Kilogramm.
Weidmannsheil und Weidmannsdank
Bericht und Foto: Philipp Skalka - Kärnten |