Bericht 59:   C-Bockabschuss im Revier Montan

Nachdem ich nun auch das Glück hatte einen C-Hirschen zu erlegen, welcher sich gemeinsam mit mehreren Artgenossen in den  Obstanlagen aufgehalten hatte und bereits für erheblichen Schaden gesorgt hatten, hatte ich mir nun zum Ziel gesetzt den „Jakob“ zu einem Abschuss zu verhelfen. Es waren bereits einige C-Böcke erlegt worden und nun bejagten 3 Jäger noch den Letzten Jährlingsbock. Es war an einem sehr schwülen Nachmittag in dieser Woche als ich den Jakob zufällig im Gast lokal bei unserem zukünftigen Jungjäger „Harald“ traf. Wir stillten unseren Durst mit kühlem Mineralwasser und wie es so ist unter Jägern, war unser Thema die Jagd. Ein Bauer in der Fraktion „Kalditsch“ hatte sich bei Jakob gemeldet und Ihn darauf aufmerksam gemacht das in seinen Obstanlagen ein junger Bock zirkulierte. Nach einer kurzen Besprechung entschlossen wir uns einen Lokalaugenschein abzuhalten. Da es sich um ein von Wildzaun umgebenes Gebiet handelte kontrollierten wir zusammen mit dem Bauer den Zaun . Es waren an den Obstbäumen noch keine Verbiss Schäden zu erkennen, aber wir versprachen dem Besitzer uns um das Rehwild zu kümmern mit der Bitte er solle so schnell wie möglich die undichten Stellen im Zaun reparieren. Bereits am Abend hatten wir eine Mannschaft von 4 Jägern welche systematisch das besagte Revierteil durchkämmte . Da wir aber keine Rehe vor fanden entschlossen wir das Letzte Licht für einen Ansitz außerhalb der Kulturen...in den umliegenden Wiesen zu nutzen. Ich saß am Steuer meiner Panda und der Jakob war mein Kopilot ,als wir einem Waldweg entlang Fuhren und in den Wiesen Ausschau nach Rehwild hielten. „Holt“ sagte Jakob plötzlich und zeigte in die Mitte der Wiese. Es waren zwei Rehe die erhoben Haubtes zu uns Äugten . Der Puls und die Hoffnung stieg, da wir auf diese kurze Distanz bereits erkennen konnten das es zwei schwache Stücke waren. Jakob hatte bereits den Wagen verlassen und die 7mm Merkel-Kipplauf  an einen Baum angestrichen. Zu meiner Verwunderung waren beide Rehe C-Böcke und hatten auch ca. die selbe Größe. Dann ging alles sehr schnell! Die Rehe versuchten bereits den Schutz des Waldes aufzusuchen als ich dem Jakob zu rief : „ dei passen olle peade, wenn oaner no a Standl mocht konnsch lai schiaßn“! Ich hatte meinen Satz noch nicht zu Ende gesprochen als der Schuß bereits brach und es den Bock zu Boden riss.

Wir standen sicher eine halbe Stunde am erlegten Wild und erwiesen dem dem Bock die letzte Ehre. Es war der 2 C-Bock vom Jakob in unserem Revier und wie es der Zufall so haben will, erlegte er den ersten in meiner Begleitung nicht nur in der selben Wiese ,sondern auch an der selben Stelle. Nach der roten Arbeit kochte dann die „Maria“ ,die Frau vom Jakob ,für uns auf und wir ließen uns im Keller bis in die Morgenstunden, gemeinsam mit den anderen Jägern verwöhnen.

 

Danke Jakob und Maria und Weidmannsheil

 

Bericht: Christian Lindner  -  Revier Montan

 

 

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