Bericht 57:  Rehbockabschuss auf der Saualm

Am 1 Juni geht in Kärnten die Jagd auf mehrjährige Böcke, Schmaltiere und Spießerhirsche auf. An diesem Tag begaben wir uns in das Revier meines Jagdkollegen. Wir bekamen wieder unseren Pirschroute und wünschten uns gegenseitig einen guten Anblick, und jeder von uns ging seinen Weg.

Mein erster Hochsitz befand sich auf einer Wiese, von wo ich auch gut einige Schläge im oberen Teil des Reviers einsehen konnte. Mit dem Glas und dem Spektiv konnte ich einige Stück Hochwild auf den Schlägen sehen.

Nach einiger Zeit konnte ich auf meiner Wiese eine Bewegung feststellen. Ich bemerkte, dass neben mir ein Rehbock ausgezogen war. Mit dem Spektiv sah ich, dass es ein junger Sechser war. Die Schussbahn war aber durch mehrere Äste einer Fichte versperrt. Nach einiger Zeit kam ein zweites Reh, das ich als Schmalreh ansprach. Leider verschwanden die beiden Rehe bald wieder in der nahen Dickung, und ich beschloss weiter zu pirschen. Ich konnte noch zwei Hasen in Anblick bekommen, und beschloss den Rückweg zum Auto anzutreten. Beim Auto angekommen beschloss ich noch auf die andere Seite des Grabben zu schauen und konnte dort noch eine führende Rehgeiß und einen guten Bock sehen.

Ich hatte meinen Rucksack schon im Auto verstaut und hatte schon die Patrone aus der Kammer geladen, als ich plötzlich ein „Knaxen“ neben mir hörte. Ich hörte noch mehrer Knaxer und verfolgte dessen Richtung. Ich merkte, dass sich das Geräusch Richtung Weg bewegte und repetierte sofort eine Patrone in die Kammer. Plötzlich sah ich einen Bock über die Straße springen, und gleich darauf den Zweiten.

Ich ging zügig zur Geländekante, um den Schlag, der sich dort befand, besser einzusehen. Ich hatte zuvor noch den Bergstecken mit und strich dort meine Büchse an. Ich bemerkte vor mit einen der zwei Böcke, es war der Zweite der zuvor über den Weg flüchtete. Der Bock stand breit vor mir und ich sprach den Bock durch das Zielfernrohr an. Es war meiner Meinung nach ein junger Sechser mittleren Alters. Ich entsicherte meine Büchse und fuhr mit dem Fadenkreuz auf das Blatt des Bockes und ließ meine Büchse sprechen. Auf meinen Schuss hin brach der Bock im Feuer zusammen. Er kam aber wieder auf die Läufe und er flüchtet noch zirka 10 Meter und brach dann erneut zusammen, dieses mal blieb er aber liegen. Vor lauter Freude rief ich laut in den Wald hinaus,“ WEIDMANNSHEIL“.

Ich begab mich nach einer kurzen Wartezeit zu meinem Rehbock, denn ich auch gleich gefunden habe. Ein sauberer Abschussbock lag vor mir.

Weidmannsdank an meinen Jagdkollegen und ich kann mich nicht oft genug bei Ihm Bedanken für die schönen Jagderlebnisse in seinem Revier.

 

Weidmannsheil und Weidmannsdank  

 

 

                                                                                                            Bericht und Foto: Philipp Skalka - Kärnten

 

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