Bericht 49:  Jährlingsbock in Kärnten

Um 02:50 Uhr läutete der Wecker und ich wusste es ist Zeit ins Revier zu fahren.

Nach einer Tasse Kaffee, fuhr ich von zu Hause in Richtung unserer Pachtjagd. Nach einer einstündigen Autofahrt kam ich im Revier an. Ich suchte meine "Sieben Sachen" zusammen und begab mich in Richtung Hochsitz. Kurz vor dem Sitz sprang ein Reh ab und ich konnte nur noch den "Spiegel"- und ein lautes Schrecken vernehmen. Ich begab mich auf die Kanzel und wartete bis der Tag heran nahte.

Als ich schon Konturen im Schlag erkennen konnte, „glaste“ ich mit meinem Fernglas diesen ab. Mich durchzog plötzlich ein Zucken, als ich am linken oberen Schlagrand einige "Spiegel" erkennen konnte.

ROTWILD!! In Kärnten beginnt die Schusszeit auf Rotwild am 1 Juni, und deswegen beobachtete ich die eleganten Schritte dieser imposanten Wildart. Es waren drei inne habende Tiere, ein Schmaltier und ein Knopfspießerhirsch, also in Summe fünf Stück Rotwild.

Nach diesen wunderbaren Anblick begab ich mich wieder in Richtung Auto. Ich fuhr in das  obere Teil des Reviers und beschloss ein wenig zu pirschen. Mein Weg führte mich bei einem Windwurfschlag vorbei, der durch den Sturm „Paula“ verursacht wurde. Mit freien Auge sah ich plötzlich vor mir auf einem Rückweg ein Stück Rehwild. Ich konnte es als schwaches Stück ansprechen. Schnell griff ich zur Büchse und strich sie an meinem  Bergstock. Durch das Zielfernrohr sah ich, dass das Stück Knöpfe auf seinem Haupt trug. Die Büchse wurde feuerbereit gemacht und als das Absehen, des Zielfernrohres auf dem Blatt des Rehbockes ruhig stand, drückte ich ab. Der Knopfbock zeichnete und flüchtete. Ich verfolgte seine Flucht kurze Zeit, bis er schließlich in der Kultur verschwand.

Nach einer kurzen Wartezeit, begab ich mich zum Anschuss. Dort bot sich ein nicht so erfreulicher Anblick. Ich  fand Knochensplitter am Anschuss. Ich verfolgte die Fluchtfährte des Stückes, konnte aber keinen Schweiß, oder weitere Knochenstücke finden. So beschloss ich einen Hundeführer zu holen. Nach einer Stunde Ungewissheit, konnten wir mit der Nachsuche beginnen.

Schon nach kurzer Zeit, verfolgte der Hund die Wundfährte. Immer wieder Schweiß am Boden, dann der erfreuliche Aufschrei. Der schon verendete Knopfer lag vor uns. Der Schuss saß Tief Blatt und die austretende Kugel hatte den oberen Laufknochen des Vorderlaufes zertrümmert, deswegen hatte ich am Anschuss die Knochensplitter gefunden.

Meine Freude war groß! Nach einigen Fotoaufnahmen feierte ich mit dem Hundeführer den passenden Abschussbock.

 

Weidmannsheil und Weidmannsdank      

                                                                                                                       Bericht und Foto: Philipp Skalka - Kärnten

 

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