- Frühmorgens
aufstehen und das am Vortag, für einen Tag
Hochjagd, Gepackte (Essen, Getränk, Wetterschutz, Gewehr,
Munition, Jagdstock und natürlich die Fotoausrüstung)
zusammenraffen, im Rucksack verstauen und ab auf die
Hochjagd!
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Der Weg ins Gebiet der
Gamsen, welches zwischen zwei Schutzgebieten eingebettet ist
und mit zwei Stunden Fußmarsch ist sehr kräftezehrend. Die
Gamsen dort, habe ich schon vor Jagdbeginn ausgemacht und es
war auch ein idealer Abschuss dabei.
- Als ich nun an der
Schongrenze entlang dem Berg hinauf pirsche, sehe ich
auf etwa 200 Gänge vor mir eine kapitale Gamsgais mit ihrem
Kitz, die mich trotz meines vorsichtigen pirschens und im
noch "schumrigen" Morgenlichts längst eräugt haben!
- Vorsichtig und ohne
hastige Bewegungen hole ich die Kamera mit dem 500er
Objektiv aus dem Rucksack, um diese Fotoaufnahme nicht zu
verpassen.
Führende Gamsgaisen sind für mich tabu und unsere Jagd
erlaubt einen solchen Abschuss ja sowieso nicht, aber
solch ein Foto schiesst man nicht alle Tage. Im stillen
dachte ich mir: Der Tag fängt ja gut an, habe ich noch
weiter so ein Weidmanns-Glück?
- Nach einer halben Stunde
Fussmarsch bin ich am Ort-, dort wo ich eine Gamsgeis
ausgemacht habe, die mir wegen ihres abgeschlagenen
Krickels ins Auge gestochen ist angekommen!
- Am besagtem Platz sehe ich
schon im Gegenhang mehrere Gamsen mit Kitzen und Jahrtiere
äsen, auch ein guter Bock steht etwas abseits dem
Rudel. Aber meine gewünschte Gamsgeis ist nicht dabei.
- Mir ist Wochen vorher
schon aufgefallen, dass sie immer mit einer etwas älteren
Geis ihren eigenen Weg gegangen ist, aber immer in der Nähe
der Gamsgruppe die jetzt im Gegenhang stehen sich aufhaltet.
Ein, zwei, drei Stunden vergehen das Gamsrudel hat sich
schon in schattige Felsnischen begeben. Die Kitze und zwei
Jährlinge spielen immer noch auf dem Schneefeld etwa 150
- Meter schräg vor mir. Auf einmal stehen alle still und äugen
in Richtung zu mir. Wind kommt in meine Richtung, gut
getarnt bin ich auch nur was ist da los dachte ich mir? Etwa
ein Jäger der den gleichen Ort aufsuchen will oder.....?
Vorsichtig suche ich mit meinem Fernglas die Gegend ab und
sah ein Wanderer der sich wohl verirrt hat und vom Weg
abgekommen ist. Er steuert direkt auf mich zu. Als er bei
mir ankommt, sind alle Gemsen im Gegenhang
verschwunden und ich dachte mir: "Guete Nacht am Sächsi"!!
Hier ist wohl heute die Jagd vorbei. Mit innerlichem Groll
zeige ich ihm freundlich wo sein Weg zum Tal führt, er
dankte mir und wünscht mir noch ein Weidmannsglück. Ich
lächle dazu!
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- Der Hunger und der Durst
meldete sich in der Gürtelgegend, also packe ich meinen
Rücksack aus und betrachte nebenbei das herrliche
Bergpanorama. Plötzlich höre ich Steine und Geröll kullern
und sehe das Rudel wieder im Hang von vorhin stehen. Schnell
in Stellung und wo ist die gesuchte Geis? Mein Blick geht
durch jede einzelne Gams. Da ist die gesuchte Dame dachte
ich mir, immer noch zu weit abseits des Rudels. An
einen sicheren Schuss war nicht zu denken.
- Das Rudel hat sich etwas
beruhigt und äugt immer wieder zu den zwei Gamsen, die sich
in meine Richtung bewegen. Rucksack hingelegt Gewehr in
Stellung, Kontrollblick durchs Zielfernrohr, auf die
zehnfache Vergrößerung eingestellt und warten bis sie
auf 200 Gänge herankommen, dann werde ich schiessen, dachte
ich mir. Meine Wunschgais ist inzwischen auf 180 Gänge
herangekommen. Ich visiere das Blatt und warte auf den
richtigen Moment. Der Schuss bricht und die Gams macht einen
Schritt vorwärts, einen Schritt rückwärts und "rolliert"
schließlich den Geröllhang hinunter. Die anderen Gamsen
verfolgen das Geschehen und bleiben immer noch am Hang
stehen.
- Erst als ich mich erhebe
und Richtung meiner erlegten Gams laufe, herrscht
allgemeine Aufbruchstimmung.
- Beim aufbrechen (siehe
Foto) sehe ich eine Abnormalität auf der Leber
(Gallengrösse, Nierengrösse!!!)
- Einen besseren Tag konnte
ich mir nicht wünschen und so schultere ich meine Beute und
laufe höchstzufrieden den Weg zurück zum Auto.
Diana sei Dank. |
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Bericht und Foto:
Edy
Nussbaumer; CH-6415 Arth/SZ (SCHWEIZ)
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