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Bericht 38: Das Vogelnest am Roanerhof |
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Irgendwann, schenkte ich den Fragereien wenig Aufmerksamkeit und beruhigte Sie mit der Antwort: „wahrscheinlich bläst der Wind dieses Heu auf den Balkon." Am Sonntag Morgen
stürmte dann die Tochter Nadine vom Balkon in die Küche und hatte
die Ursache für den schmutzigen Balkon entdeckt. Sie sah einen
kleinen Vogel, der in dem Lüftungsrohr ein- und ausflog und dort ein
Nest gebaut hatte. Nach einer Kontrolle mussten wir feststellen,
dass ein Gartenrotschwanz in dem Rohr ein Nest hatte und dort
brütete. Aber wieso liegt soviel Heu und Gras auf unserem Balkon
Nach einem Blick ins Rohr wurde mein Verdacht bestätigt! Es ist der Kuckuck der das Ei in die Mitte der Brut des Gartenrotschwanzes gelegt hatte. Ich erklärte den
Kindern, warum der Kuckuck sein Ei in das fremde Nest legt: "Ihre
Eier schmuggeln die Kuckucke mit einem heimtückischen Plan in fremde
Nester indem der Kuckucksmann angriffslustig auf das fremde
Nest einer kleineren Vogelart zufliegt. Durch seine Größe denken
diese Vögel dann, sie werden von einem Raubvogel angegriffen.
Während sie sich in Sicherheit bringen und ihr Nest verlassen, legt
die Kuckucksdame ein Ei in das fremde Nest. Wenn das Vogelpaar nach
einiger Zeit erschöpft wieder ins Nest zurückkehrt, erkennen sie in
der Regel nicht das Kuckucks-Ei. Denn die
Während Kuckucksdame und Kuckucksherr einen ruhigen Sommer verbringen, schuften sich die anderen Vogeleltern für das Kuckucksbaby ab. Die kleinen Kuckucke sind ziemlich gefräßig. Eine überaus empfindliche Haut haben sie auch und deshalb ertragen sie es nicht, von ihren Stiefgeschwistern berührt zu werden. So versucht das Kuckucksbaby mit aller Kraft Eier und Stiefgeschwister aus dem Nest zu stoßen. In der Regel gelingt ihm das und so bekommt er die besten Häppchen ganz für sich alleine. Während die fremden Eltern wie verrückt nach Futter suchen, wächst und wächst der kleine Kuckuck und wird im Schnitt dreimal so groß wie seine Stiefeltern
Die Kinder blickten enttäuscht drein und wollten das Ei vom Kuckuck entfernen aber ich gab Ihnen zu verstehen, dass die Natur dies so geschaffen hat und wir das Ei auch nicht entfernen dürfen. Schnell holten wir noch meine Fotokamera um einige Bilder zu schießen. Nach einigen Fragen, gaben sich meine drei lieben Kinder zufrieden, obwohl sie damit nicht glücklich waren. Wir legten das Nest wieder in das Lüftungsrohr zurück, so dass der Gartenrotschwanz die Eier ausbrüten kann. Die Kinder versprachen mir das Geschehen weiterhin zu verfolgen.
Bericht und Fotos: Christian Lindner - Revier Montan
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