Bericht 37:  C-Bock Abschuss im Revier Montan

Endlich war es wieder soweit und die Jagdsaison wurde eröffnet.

Bereits früh am Morgen ging es los, auf ins Revier. Mit von der Partie war mein Firmling, der Simon. Er ist auch Sohn eines Jägers und hat die Jagdpassion schon sehr früh entdeckt.

Schon beim Aufstieg konnten wir immer wieder Rotwild und Rehwild ansprechen aber leider war nie etwas passendes zum Abschuss dabei. Egal, nach dem Pirschgang fuhren wir wieder nach Hause zum frühstücken und fuhren anschließend zum Schießstand um das Gewehr einzuschießen.

Am Abend ging es dann wieder los. Wo steht der C-Bock, das Kahlwild oder gar ein C-Hirsch? Die Wahl der Qual.

Ich entschied mich für die Örtlichkeit „Schneiderboden“. Zum einen waren wir dort vor Spaziergängern ungestört,  weil der Aufstieg sehr kräftezehrend ist und zum anderen habe ich dort einen Sitz eigenhändig gebaut. Gamswild, Rehwild und auch Rotwild sind in dieser Örtlichkeit zu Hause.

Es war warm, und als wir schweißgebadet dort den Hochsitz bezogen, mussten wir uns mal etwas frisches anziehen. Ein Blick durch das Fernglas und wir konnten an der Salzstelle Rehwild ansprechen, aber wieder war nichts passendes dabei. Noch schnell einen Blick durch das Spektiv und plötzlich verschwand das Rehwild und wir konnten etwas tiefer Rotwild sehen. Das Rotwild äugte umher und verschwand gleich wieder, wahrscheinlich hatten

sie Wind bekommen und so saßen wir da und sahen uns ein wenig enttäuscht an. Das Rotwild war weg, das Rehwild war weiblich und ein Abschusserfolg war somit gleich null.

Wir packten wieder den Rucksack und machten uns bereit für den Abstieg.

Wir wechselten noch das Revierteil und bezogen fast im letzten Büchsenlicht eine Wiese in unmittelbarer Nähe . Am Waldrang ästen bereits zwei Rehe. Klein von der Statur waren sie beiden,  aber eines viel mir sofort auf. Es war ein Reh welches sicherlich keine 10 kg wog, aber ich konnte es durch die Abenddämmerung schlecht ansprechen, darum befasste ich mich mit dem zweiten Stück. Als es abdrehte konnte ich die "Schürze" erkennen. also eine Geis!

Die Jagdgöttin Diana meinte es gut mit uns und das kleinere Reh zog aus dem Schatten des Waldrandes in Richtung offene Wiese. Jetzt konnte ich den mageren Kopfschmuck sehen und entschied mich den

C-Bock sofort zu erlegen.

Als Weidmannsdank,  nahmen wir bei der nächsten Gastwirtschaft noch ein Bierchen mit und fuhren  anschließend zu mir nach Hause.

Der Bock brachte 8,5 kg auf die Waage und der Simon war stolz und glücklich zugleich. Es war sein erstes Jagderlebnis wo er auch einen  Abschuss erleben durfte.

 

Bericht und Fotos: Christian Lindner  -  Revier Montan

 

 

nach oben