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Bericht 30: Hirsch mit Laufschuss |
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Mein Jagdkollege teilte mir mit, dass der Berufsjäger einen kranken Hirsch gesehen hatte. Er meinte, ich sollte diesen mit dem Jäger anschauen und von seinem Leiden erlösen. Der Jäger berichtete mir, dass der Hirsch einen älteren hohen Laufschuss habe und sich sehr schwer tat beim Ziehen.
Der Hirsch ging mir nicht aus dem Kopf, und vereinbarte einen einen weiteren Ansitz mit dem Jäger am nächsten Abend. Am nächsten Tag fuhren wir wieder ins Revier zur Futterstelle. Nach einiger Zeit wechselte von rechts ein kleines Rotwildrudel an und äste beim Heuhaufen. Einige Stücke äugten nach Links und kurz darauf flüchtete das Rudel wieder in den Bestand zurück. Nach einiger Zeit kam wieder ein kleines Rotwildrudel. Sie zogen zu den Heuhaufen und begannen das Heu zu fressen.
Am Hirsch angekommen, sahen wir einen Laufschuss der den Knochen zertrümmert hatte und schon voller Eiter war. Nachdem der Hirsch in der Schonzeit erlegt wurde, machten wir noch einige Fotos als Beweis für die Hegeringleitung. Am nächsten Tag traf ich mich mit dem Jagdchef, dem Hegeringleiter und dem Tierarzt. Alle waren sehr erfreut, dass ich den Hirschen von seinen Leiden erlöst hatte. Der Tierarzt sah sich den Laufschuss an und meinte, dass der Lauf komplett zertrümmert wäre. Alle meinten eigentlich, dass es sich um einen 2-3 jährigen Hirschen handelte, aber als wir das Kiefer ansahen musste ich mich hinsetzen. Die Zähne des Kiefers waren komplett heruntergebissen und somit wussten wir es würde ein Hirsch der Klasse I (+10 Jahre) sein. Ich konnte es nicht fassen, da der Hirsch keine Anzeichen auf sein Alter hatte. Er hatte nur dünne und hohe Stirnzapfen, ein kurzes Haupt und einen relativ dünnen Träger, er wog nur mehr 63 kg. geschwächt hatte.
Weidmannsheil und Weidmannsdank Bericht und Fotos: Philipp Skalka |
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