Bericht 20:  Nacht des Raubwildes und der Wildschweine

Mit einigen Jägern aus unserer Umgebung beschlossen wir zur Mondphase einen Gemeinschaftsansitz auf Raubwild und Wildschweine zu machen.

Diese Jagd fand in zwei angrenzenden Jagdrevieren statt, die von zwei guten Freunden von mir gepachtet wurden. Es kamen 9 ausgewählte Schützen zu dieser Ansitzjagd. Zuerst stärkten wir uns bei einer guten selbst mitgebrachten Jause und einem Glas Bier, dabei kamen die jagdlichen Gespräche nicht zu kurz. Anschließend wurden die Hochsitze verlost, damit jeder die gleichen Chancen hatte. Wir wollten bis zirka 22:30 Uhr ansitzen. Ich bekam einen Sitz im Altholz, wo sich auch eine Saukirrung befand. 

Am Sitz angekommen,  richtete ich mir gleich eine Auflage für mein Gewehr zurecht. Ich blickte mit dem Fernglas zur Kirrstelle und bemerkte rechts von der Kirrung einen dunklen sich bewegenden Fleck. Nach kurzer Ansprache sah ich, dass es sich um einen Marder handelte. Ich überlegte ob ich trotz meines großen Kalibers diesen Marder erlegen sollte. Kurz um, ich visierte den Marder, der Kontrast war sehr gut, und so konnte ich das Fadenkreuz direkt in die Mitte des Marders stellen und drückte ruhig ab. Auf den Schuss hin sah ich nichts mehr, da ich vom Mündungsfeuer geblendet wurde. Nachdem sich mein Auge wieder gewönnt hatten, sah ich den Marder am Anschuss liegen. Mit voller Freude und Aufregung ging ich zum erlegten Marder. 

Bei dieser Gemeinschaftsjagd wurde mein Marder und ein Fuchs erlegt. Zwei meiner Kollegen konnten Wildschweine sichten, aber kamen nicht zu Schuss.

Ich freute mich sehr über meinen ersten Wintermarder

Weidmannsheil und Weidmannsdank

                                                                                                                  3. Bericht und Fotos: Philipp Skalka

 

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