Bericht 18:  Fuchsjagd

Bei meinem Arbeitsplatz berichtete mir ein Grundbesitzer, dass bei seinem Hof immer wieder Füchse vorbeikommen. Wie mit ihm abgesprochen, wollte ich Ende August 08 nahe bei seinem Stall einen Luderplatz herrichten.
Aber durch die Sicherheitsabstände zum Hof entschloss ich mich den Luderplatz unweit des Hofes einzurichten. Mein Arbeitskollege war mir dabei behilflich.
Schon einige Tage später,  wurde der Luderplatz von den Füchsen angenommen. Vom Stall aus,  konnte ich den Luderplatz in 25 m Entfernung gut beobachten,  auch Schussdistanz für einen Schrotschuss war optimal.
Einige male hörte ich von einem Mitarbeiter, dass Füchse sich auch in unmittelbarer Nähe seines Hofes aufhalten.  Auch an dieser Stelle war ein Wohnhaus. Der Besitzer ist jedoch Schafzüchter und wäre froh, wenn Jäger einige Füchse erlegen könnten.   Ich konnte mit meinem Auto direkt bis zum Schafstall fahren und entschloss mich, meinen Jeep als Gewehrauflage zu nutzen.
Am 1. des Christmonats sollte die Passjagd beginnen, anfangs der letzten Novemberwoche hatte es geschneit, ideal für die Passjagd, aber vom Kantonalen Jagdamt wurde auf  die Passjagd wegen dem Schneefall auf Mittwoch
vorverlegt.
Mit grosser Vorfreude, startete ich die Nächtliche Jagd. In der ersten Nacht wechselte ein Rotrock direkt unter der Scheune an mir vorbei. Das Herz drohte mir aus der Brust zu springen und ich vergas ihn zu erlegen. Der Rotrock verabschiedete sich  im langsamen Schnürgang. Was sollte ich auch tun, jede Bewegung hätte der Fuchs vernommen, Hunger hatte er wohl nicht,  sonst hätte er den Luderplatz besucht. Leise musste ich lachen, das war also der Schlaue.
Am nächsten Tag war ich wieder bei meinem Ansitz. An all den Stunden die ich hier in klirrender Kälte verbrachte, wurde  ich immer eine Erfahrung reicher. Geduld, Licht bei Vollmond, Mäuseln oder das Locken durch Antworten, jeder  Augenblick war für mich ein spannender Moment.

Vielmals besuchten auch Hauskatzen mein Luderplatz. Am Anfang nervten sie schon, aber bald merkte ich, sobald die Hauskatzen verschwinden, ist der Fuchs in der Nähe!
Von den zahlreichen Fuchsabschüssen die ich in den letzten Jahren tätigen konnte, hatte ich nur zwei kranke Rüden erlegt, alle anderen waren in einen sehr guten Gesundheitszustand. Bei zwei Rüden sah ich schon im Fernglas einen fast nackten Hinterteil, fast überall waren die Haare ausgefallen.  Ich war froh,  diese armen Kreaturen von ihrem Leiden erlöst zu haben. 
Vor einiger Zeit konnte die Tollwut, in unseren Reiver  durch eine gezielte Impfung (mit Medikamenten präparierte Hühnerköpfe) besiegt werden. Hoffe nur, dass wir auch die Milbe unter Kontrolle bringen und auch diese, zur Zeit starke Krankheit der Füchse besiegen. 

 

1. Bericht und Foto: Kari Schmid  

                                                                                                                 

 

nach oben