Bei
meinem Arbeitsplatz berichtete mir ein Grundbesitzer, dass
bei seinem Hof immer wieder Füchse vorbeikommen. Wie mit ihm
abgesprochen, wollte ich Ende August 08 nahe bei seinem
Stall einen Luderplatz herrichten.
Aber durch die Sicherheitsabstände zum Hof entschloss ich
mich den Luderplatz unweit des Hofes einzurichten. Mein
Arbeitskollege war mir dabei behilflich.
Schon einige Tage später, wurde der Luderplatz von den
Füchsen angenommen. Vom Stall aus, konnte ich den
Luderplatz in 25 m Entfernung gut beobachten,
auch Schussdistanz für einen Schrotschuss
war optimal.
Einige male hörte ich von einem Mitarbeiter, dass Füchse
sich auch in unmittelbarer Nähe seines Hofes aufhalten. Auch an dieser
Stelle war ein Wohnhaus. Der Besitzer ist jedoch
Schafzüchter und wäre froh, wenn Jäger einige Füchse erlegen
könnten. Ich konnte mit meinem Auto direkt bis zum
Schafstall fahren und entschloss mich, meinen Jeep als
Gewehrauflage zu nutzen.
Am 1. des Christmonats sollte die Passjagd beginnen, anfangs
der letzten Novemberwoche hatte es geschneit, ideal für die
Passjagd, aber vom Kantonalen Jagdamt wurde auf die Passjagd
wegen dem Schneefall auf Mittwoch
vorverlegt.
Mit grosser Vorfreude, startete ich die Nächtliche Jagd. In
der ersten Nacht wechselte ein Rotrock direkt unter der
Scheune an mir vorbei. Das Herz drohte mir aus der Brust zu
springen und ich vergas ihn zu erlegen. Der Rotrock
verabschiedete sich im langsamen Schnürgang. Was
sollte ich auch tun, jede Bewegung hätte der Fuchs
vernommen, Hunger hatte er wohl nicht, sonst hätte er
den Luderplatz besucht. Leise musste ich lachen, das war
also der Schlaue.
Am nächsten Tag war ich wieder bei meinem Ansitz. An all den
Stunden die ich hier in klirrender Kälte verbrachte, wurde
ich immer eine Erfahrung reicher. Geduld, Licht bei
Vollmond, Mäuseln oder das Locken durch Antworten, jeder
Augenblick war für mich ein spannender Moment.
Vielmals besuchten auch
Hauskatzen mein Luderplatz. Am Anfang nervten sie schon, aber
bald merkte ich, sobald die Hauskatzen verschwinden, ist der
Fuchs in der Nähe!
Von den zahlreichen Fuchsabschüssen die ich in den letzten
Jahren tätigen konnte, hatte ich nur zwei kranke Rüden
erlegt, alle anderen waren in einen sehr guten
Gesundheitszustand. Bei zwei Rüden sah ich schon im
Fernglas einen fast nackten Hinterteil, fast überall waren die Haare
ausgefallen. Ich war froh, diese armen Kreaturen
von ihrem Leiden erlöst zu haben.
Vor einiger Zeit konnte die Tollwut, in unseren Reiver durch eine gezielte
Impfung (mit Medikamenten präparierte Hühnerköpfe) besiegt
werden. Hoffe nur, dass wir auch die Milbe unter Kontrolle
bringen und auch diese, zur Zeit starke Krankheit der Füchse
besiegen.