| Bericht 157: Bei der Lotterie Hegeschau 2009 gewonnener Gamsabschuss im Jagdrevier Montan, eingelöst |
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Leider bekamen wir nie das richtige Stück in Anblick und so ließen wir auch den Finger gerade. Als ich dann Mitte November durch einen schweren Arbeitsunfall für einen Monat ans Bett gefesselt wurde, übergab ich die Aufgabe den Toni zu Begleiten an unseren Revierleiter weiter.
Es war bereits der erste Schnee
gefallen und die Gamsbrunft abgeklungen als Toni sich wieder
aufmachte um in Montan zu jagen. In einer Wirtschaft im Ort traf
er am frühen Morgen ein und eine ganze Truppe Jäger erwartete
Ihn bereits. Oswald und der Josef fuhren dann gemeinsam mit dem
Toni in die Örtlichkeit „Leiten“. Die anderen Jäger verteilten
sich nach Absprache systematisch in verschiedenen Revierteilen
um dort Ausschau nach einer passenden Gämse zu halten und evt.
Telefonisch Bescheid zu geben. Die „Leiten“ ,ein sehr Steiles
Revierteil war bereits mit 30 cm Schnee bedeckt und bei den
Jägern stieg die Spannung in dem Gelände einen schwarzen Gams
auf dem traumhaft weißen Hintergrund auszumachen. Oswald beschloss sich für einen Pirschgang um evtl. Bewegung in die Gämse zu bringen während der Josef und der Toni auf dem Hochsitz ausharrten und den minus Temperaturen trotzten. Bereits nach 30 min stand dann plötzlich eine sehr schwache Gämse an der Salzung. Beide sehr erfahrenen Gamspirschführer und Jäger dachten zuerst es sei ein Kitz . Grund dafür war wohl der sehr schlechte Gewichtszustand des Stückes (kaum 10 kg) ! Doch Kopfschmuck und Haupt ließen Letzte Zweifel schwinden und nach einem gezielten Schuss überreichte der Begleiter dem Erleger den Bruch. Kurzerhand wurde ich telefonisch informiert und bereits kurz später stand der stolze Erleger mit seinem Fiat Panda an unserer Hofstelle. Ich hatte gar keine andere Wahl und musste mich auf meine Krücken stützend, den Schmerz verbergend in seinen Wagen setzen und dann ging's los. Destination war das Restaurant „zur Mühle“ wo der Rest der Gruppe bereits mit Fotoapparat bewaffnet auf uns warteten. Nach einem Foto am Straßenrand ging es dann auf in die warme Stube wo wir aufs herzlichste verkostet wurden. Dem Toni war die Freude ins Gesicht geschrieben. Als Dankeschön für die ganzen Bemühungen versprach er noch allen Beteiligten bei Ihm zu Hause ein Wildschwein von seiner Frau aufkochen zu lassen.......aber dazu in meiner nächsten Erzählung.
Allen Beteiligten ein Dankeschön auch meinerseits und dem Toni nochmals ein kräftiges Weidmannsheil. Bericht und Foto: Lindner Christian |