Bedingt
durch meine Knieverletzung sowie durch meine
körperliche und konditionelle Verfassung,
gelang mir doch noch am 09.12.2009 der
ersehnte Gamsabschuss.
Es war kein
Honigschlecken, denn die großen Schneemengen
ca 90 cm machten die Sache nicht einfacher.
Die Worte meines Pirschführers Strobl Helmut
„ Wenne schiassn wilsch missmo augn oa kemse
et“ waren klar und deutlich. So starteten
wir Helmut, Alex und ich am 03.12. Richtung
Kirchla. Ein traumhafter Tag, ein Panorama
wie im Bilderbuch, so etwas hatte ich schon
lange nicht mehr gesehen, begleiteten
unseren Pirschgang. Doch der krönende
Abschluss, der ersehnte Gamsabschuss wollte
mir durch einen Fehlschuss nicht vergönnt
sein.
So probierten
wir es am 09. Dezember wieder, jedoch in
einem anderen Gebiet „Weiboköpfl“.
Es war der
gleich schöne Tag, tiefblauer Himmel, eine
weiße in der Sonne glitzernde Winterpracht,
einfach herrlich.
Schon vom
Ausgangspunkt aus, sahen wir hoch droben auf
dem Kamm ein kleines Rudel ca 12 Stück
Gamswild. Alex, der mit seinem Fernrohr
schon alles angesprochen hatte sagte: „Dou
isch olls dobei wosmo brauchn, los ins lai
augn“ und das taten wir auch.
Nach einem
etwas leichteren Anstieg, wie beim letzten
mal, waren wir um ca. 9 Uhr bei den Gemsen.
Sofort hatten Helmut und Alex meine
Pirschführer einen Gamsjährling auf ca. 300
Meter ausfindig gemacht. Nähere kamen wir
nicht mehr an das Rudel heran und so
versuchte ich mein Glück, doch ich
überschoss den Jährling und das ganze Rudel
verschwand hinter dem Gebirgskamm. „Wos
tusche denn“ rief Helmut, „ Normal
schiaschse wol oa af dei Dischtanz, do muß
decht die Bixe et gian, do isch gscheida mir
gian ogn und mochn an Probeschuss“. Die Bixe
geat schon, es bin lei i zi weit augn gforn
„ erwiderte ich im. Während wir zwei noch so
diskutierten, rief Alex. „ Do kimp nou a
Gams des isch a wido a Jahrling“ Diesmal
klappte es. Ich hielt nur in die Mitte und
der Gamsjahrling brach im Schuss zusammen.
Bei meinem Kaliber 270 Weatherby Magnum 130
Grain, eingeschossen auf 100 m, 4 Zentimeter
Hochschuss fällt die Kugel bei einem
extremen Bergaufschuss, nicht. Im Gegenteil,
sie hat 8 cm Hochschuss. Dies wusste ich,
doch im Eifer des Gefechtes hatte ich es
beim ersten Schuss nicht angewandt.
Nach dem Moto:
Ende Gut alles Gut, stiegen wir wieder
bergab und ließen den traumhaften Jagdtag in
Ruhe bei einigen Bierchen und alkoholfreien
Getränken, ausklingen.
Meinen zwei
Jagdbegleitern ein recht herzliches
Vergelt`s Gott, vor allem dem Jagdaufseher
Helmut für die nicht so einfache Bergung der
Gemse aus dem steilen und eisigen Gelände
Nicht um sonst
ist unser Jagdaufseher Helmut als erfahrener
und kompetenter Pirsch- und Hundeführer über
die Jagdgrenzen hinaus bekannt.
Nochmals
Waidmanns Heil und Waidmanns Dank, meinen
beiden Jagdfreunden Helmut und Alex.