| Bericht 154: Ein einzigartiges Jagderlebnis! |
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Wie
bereits in den vergangenen Jahren, so wurde auch heuer wieder
einmal, bei der Vollversammlung, der Abschuss eines Steinbockes
verlost. Als der Revierleiter die Losnummer 24 vorliest,
Am Tag zuvor bin ich mit meinen Bruder aufgebrochen, um zu erkunden, in welcher Örtlichkeit sich der Steinbock befindet. Am späten Nachmittag haben wir ein Steinbockrudel gesichtet und mit dabei war auch der elfjährige Steinbock mit dem weißen Spitzbart, der als Abschuss freigegeben wurde. Am
darauffolgenden Tag sind wir in aller Früh zur Steinbockjagd
aufgebrochen. Nach Sonnenaufgang waren wir bereits in der
Örtlichkeit, wo wir am Tag zuvor das Rudel gesichtet hatten. Und
tatsächlich erscheint plötzlich oben am Grat der erste Bock und
sichert lange. Dann tauchen immer mehr auf, und sie ziehen wie
an der Perlenschnur langsam hinunter auf die Grünfläche. Der
Jagdführer bringt uns sehr geschickt auf die 150 Meter an das
Wild heran und sogleich haben wir auch den markanten Steinbock
gesichtet – wie im Bilderbuch hat er sich präsentiert. Von nun
an, haben wir den Bock mit unseren Gläsern verfolgt und siehe
da:der „Weißbart“ hat sich auf einem vorgelagerten Sattel
niedergetan. Ich habe mich eingerichtet und von nun an gewartet
bis der Bock wieder hoch wird und zur Äsungsfläche gelangt.
Stunde um Stunde vergehen,
Als wir wieder das Rudel sehen, war vorerst der „Weißbart“ nicht ersichtlich. Plötzlich aber stand er 50 Meter unter mir. Ich habe schnell die Waffe auf einen Stein aufgerichtet und sogleich ist der Schuss gebrochen und der Bock lag im Feuer. Ich bin nun erleichtert und zugleich auch aufgeregt! Nach dem Schuss sind auch wieder die restlichen Jäger bei uns, die alles beobachten konnten. Auch sie waren froh, dass alles gut ausgegangen ist. Wir sind nicht gleich zum Bock abgestiegen, weil wir vorerst die anderen Böcke ziehen lassen wollten. Aber keiner springt ab und sie äsen seelenruhig weiter, so - als wäre nichts geschehen.
Kurz vor der
Dunkelheit sind wir bei mir zu Hause angelangt. Der Revierleiter
hat den Bock gewogen - 66 kg - und anschließend wurde bis spät
in die Nacht hinein gefeiert. Ein besonderer Dank gilt dem Jagdaufseher und denen, welche mich bei diesem einzigartigen Jagderlebnis begleitet haben.
Weidmannsdank und Weidmannsheil Bericht: Alexia Weissteiner und Fotos: Theo Huber |