Bericht 147:  Zweifaches Jagdglück

Als passionierter und ehrgeiziger Jäger ist mein Jagdfreund Lercher Alexander bekannt, und sein erstrebtes Ziel ist es, jedes Jahr ein Stück Rotwild zu erlegen. Doch in diesem Jahr wollte es einfach nicht klappen. Seine unzähligen fast täglichen Pirschgänge blieben erfolglos oder waren von Pech, Missgeschick sogar von einem Fehlschuss begleitet.

Am Morgen des 15. November, gingen er und sein Bruder Christof der als erfahrener Pirschführer bekannt ist, im Gebiet "Altpragser-Graben" auf Gamsjagd. Nach kurzem Aufstieg waren Sie am Ziel angelangt. Noch während Sie ihre Rucksäcke auspacken wollten erblickten Sie schon die ersten 2 Stück Gamswild und einen schwachen ca. zweijährigen Achtender Hirsch. Da für das Jagdjahr 2009 der T-Hirschenabschuss im Jagdrevier Prags schon erfüllt war, schenkten sie letzterem wenig Aufmerksamkeit. Ihr Interesse galt mehr dem Gamswild.

Plötzlich rief Christof „Kahlwild“. An der Stelle wo noch zuvor der Hirsch äste, trat Tier und Kalb aus. Jetzt brauchte es keine Worte mehr. Alex nahm die 7 mm Remington Magnum seines Bruders und mit einem gezielten Schuss, ca. 150 Meter brach das Kalb und nach kurzer Ladehemmung auch das Tier im Feuer zusammen. Jeder kann sich vorstellen wie groß die Freude war, endlich sein erstrebtes Ziel erreicht zu haben. Wer den Alex und seine humorvollen Jagderzählungen kennt, der weiß, dass ab diesem Tage diese Örtlichkeit nicht mehr "Altpragser-Graben" sondern "Lercher-Graben" genannt wird. Hatte doch schon  in diesem Jahr seine Bruder Thomas an selben Ort und Stelle einen starken 5 bis 6 jährigen Zwölfer Kronen Hirsch erlegt. Ich wünsche dem Alex weiterhin viele erfolgreiche Pirschgänge. 

                                                                                             

                                                                                               Bericht: Jesacher Eduard  - Jagdrevier Prags 

                                                            Foto: Lercher Thomas

 

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