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Wir
bezogen „ wieder“ mal die Jagdhütte in der Jagd meines Kollegen,
dieses mal war aber auch ein Burgenländer mit von der Partie.
Zuerst musste ich aber mit einen Freund noch Brennholz für die
Jagdhütte machen, damit wir am Abend nach der Jagd in eine warme
Hütte kommen konnten. Nach gemachter Arbeit wurden wieder die
Revierteile verteilt. Ich bekam meinen obligaten Sitz nicht weit
von der Jagdhütte entfernt. Bevor ich mich in Richtung Bodensitz
machte, heizte ich noch einmal den Ofen ein. Nach kurzer Pirsch
kam ich zur Seiltrasse, zirka 200 Meter ober denn besagten Sitz.
Von dort aus konnte ich schon zwei Stück Kahlwild sehen. Ich
bewegte mich langsam in Richtung des Sitzes. Zum besseren
Verständnis, der Sitz befindet sich auf einem Felsvorsprung und
somit hatte ich eine gute Deckung um zu dem Sitz zu gelangen.
Ich ließ meinen Rucksack zurück und nahm nur eine Jacke und
meine Büchse mit. Ich bewegte mich langsam in den Bodensitz und
konnte von dort noch einmal Tier und Kalb erblicken. Das Tier
ist uns schon seit Jahren bekannt und ich sah, dass es ein
uraltes Stück war. Das Tier hatte ein schneeweißes Haupt und
auch der Träger und die Vorderläufe waren komplett in Weiß
gehüllt.
Plötzlich bemerkte ich, dass das Tier schon zu
mir äugte und ich entschloss mich ihr Kalb zu erlegen. Das Kalb
stand noch spitz zu mir. Ich hoffte, dass sich das Kalb bald
drehen wurde und mir sein Blatt zeigen würde. Die Entfernung zum
Kalb waren knappe 90 Meter. Plötzlich drehte sich das Kalb mit
dem Blatt zu mir herauf. Ich entsicherte und stach meine Büchse,
als das Fadenkreuz ruhig auf dem Blatt des Kalbes auflag,
erklang der laute Knall der Büchse. Auf meinen Schuss hin brach
das Kalb im Feuer zusammen. Ich repetierte und wollte das Tier
noch ins Glas bekommen, aber das Tier kannte das
Spiel
schon und es flüchtete nach meinen Schuss in Richtung Bestand,
wo es in Sicherheit war. Unter mir gingen kurz darauf noch
einmal Tier und Kalb ab. Mein Kalb schlägelte noch ein wenig und
rutschte im steileren Gelände einige Meter den Hang nach unten.
Ich bemerkte, dass ein schlechtes Wetter in Anmarsch war und
somit begab ich mich zum Anschuss. Ich nahm mein Bergegeschirr
mit und auch noch die Büchse. Der Weg vom Sitz bis zum
verendeten Kalb war noch nicht sehr beschwerlich, aber als ich
begann das Kalb bergauf zu ziehen, wusste ich, es würde noch
einige Zeit in Anspruch nehmen, bis ich bei der Hütte ankommen
würde. Ich zog Stück für Stück das Kalb unaufgebrochen, bis ich
am Sitz angelangt war, dort machte ich eine Rast. Nach dem ich
noch Fotos gemacht hatte brach ich das Kalb auf. Inzwischen hat
es zu regnen begonnen und somit musste ich mich beeilen. Ich
begann den letzten Aufstieg zur Hütte und bemerkte, dass das
Kalb nun um einiges Leichter war! Nach zirka zwei Stunden hatte
ich das Kalb bei der Hütte und mit Freude hängte ich das Kalb
auf die Wildstange, wo es auch noch ausschweißte. Während ich
die Hütte einheizte, da das Feuer ausgegangen war genehmigte ich
mir ein gutes „Flaschal „ Bier und dachte noch einmal über mein
Weidmannsheil nach.
Meine Kollegen kamen auch bald und hatten eine
Rehgeiß und eine Schnepfe erlegt.
Mit unseren burgenländischen Jagdkollegen hatte
ich am Sonntag in der Früh auch noch Weidmannsheil. Ich konnte
ihm auf einen Spießerhirschen anführen.
In diesem Sinne Weidmannsheil meinen Jagdfreunden
und auch dem Jagdchef und natürlich auch ein kräftiges
Weidmannsdank!
Weidmannsheil und Weidmannsdank
Bericht und Fotos: Skalka Philipp |