| Bericht 121: Der interessante Jahrling |
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An einem warmen Sommerabend begaben sich einige Jagdkollegen und ich auf den Ansitz auf Raubwild und Rehwild. Es war gerade die Zeit der Rehbrunft und somit konnten wir auch den Rehfiep einsetzen. Mein Sitz befand sich am Rande einer kleinen Wiese, die sich aber bis auf 200 Meter hinaus zog. Meine Hoffnung setzte ich auf Raubwild, trotzdem konnte es doch möglich sein, dass ein Böcklein aus dem Unterholz kommen könnte.
Plötzlich hörte ich das Geräusch auf 30 Metern vor mir. Mit dem Fernglas konnte ich erst nach einiger Zeit einen roten Fleck in den hohen Brennnesseln erkennen. Ein Reh! Ich wartete und wusste das Stück wird auf die Wiese ziehen. Das Stück machte einen großen Satz aus den Gestrüpp und ich nahm mein Fernglas zur Hand. Ich sah es war ein Bock! Ein Böcklein war’s und ich bemerkte das die Stellung der Spieße nicht der Norm entsprachen! Ich nahm meine Bockbüchsflinte in die Hand und nahm den IIIer Bock ins Visier. Mit dem Zielfernrohr schaute ich noch einmal ob der Bock wirklich ein IIIer war. Es war einer! Ich entsicherte und nahm den Bock ins Visier. Auf die 30 Meter sah ich nur Rot im Glas und ich fuhr dem Bock auf das Blatt. Der Schuss brach und der Hall des Knalles zog sich weit in die Landschaft hinaus. Der Bock lag im Feuer und mich hielt es nicht mehr auf meine vier Buchstaben. Beim Bock angekommen sah ich die interessante Stellung der Spieße. Den Bock feierten wir bis tief in die Nacht hinein!
Weidmannsheil und Weidmannsdank Bericht und Foto: Skalka Philipp |