Bericht 118:  Das schnelle Brunfterlebnis

Ein Jagdkollege nahm mich und einen anderen Jagdkollegen mit auf seine Almjagd, wo wir zwei schöne Jagdtage verbringen wollten. Auf der Hütte angekommen wurden die Betten eingeteilt und wir nahmen noch eine kleine Jause zu uns. Anschließen brachen wir auf. Ich suchte mir einen Sitz im unteren Teil des Reviers aus und begab mich langsam in seine Richtung. Auf den Weg dort hin ließ ich einige Male das Rehgeschrei erklingen, aber leider ohne Erfolg. Die Abendpirsch brachte uns leider keine Leber und somit gab es wieder eine kalte Jause.

Wir gingen bald ins Bett und hofften auf den Morgen. Um 4 Uhr Morgens standen wir auf und es gab eine große Enttäuschung für uns, in der Nacht hatte es zu regnen begonnen und Nebel ist aufgezogen. Wir beschlossen noch zu warten und vielleicht würde der Nebel aufreißen und wir könnten dann sitzen gehen. Es dauerte sehr lange und deshalb wollten wir schon nach Hause fahren. Ich musste noch einmal austreten und deshalb begab ich mich vor die Hütte. Unter der Hütte befand sich eine Kahlfläche, die von einem Jungkulturstreifen umrandet war, hinter diesem Streifen stand ein lichtes Altholz. Ich begann ein paar Fiep zu machen, nur auf gut Glück. Plötzlich sah ich im Altholz einen roten Fleck auf mich zu kommen. BOCK!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich ging sofort in die Hütte und holte meine Büchse. Im Gehen repetierte ich und sicherte die Büchse. Ich strich an einem Baumstock an und fiepte weiter.

In meinen Augenwinkel links von mir sah ich den Bock auf einen Felsen springen. Ich entsicherte die Büchse und sprach den Bock als guten und alten Bergbock an. Ich reagierte schnell und ich schoss dem Bock auf das Blatt. Der Bock brach im Feuer zusammen und er stürzte hinter den Felsblock.

Ich muss noch erwähnen, dass meine beiden Kollegen in der Hütte saßen und von dem Bock nichts mitbekommen hatten! Die Beiden kamen vor die Hütte, wo ich schon voller Freude über dieses unvorstellbare Ereignis stand.

Mein Freund meinte:“ Wos wor do jetzt los, warum schiaßt du do in da Gegend umatum!?“ Ich meinte zu Ihm, dass ich einen Rehbock erlegt habe. Seine Antwort darauf war! „ Glab i da nit, bring her den Bock!“ ich stürmte zum Anschuss und zog einen guten und braven Bergbock zur Hütte. Meinen Jagdkollegen blieb das „ Ladl „ offen wie sie den Bock sahen! Wir freuten uns konnten es aber nicht so ganz fassen.

Es war ein ungerader  Achter- Rehbock mit starken Rosen und mit hohen Stangen.

Mit meinen Jagdfreunden meinten wir nur, dass könne nur mir passieren, und wir werden über dieses Erlebnis noch lange begleiten!

 

Weidmannsheil und Weidmannsdank

                                                                                                                   Bericht und Fotos:  Skalka Philipp

 

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