Bericht 07:  Hasenjagd im Revier Tramin am 07.12.2008

Wie bereits schon zur Tradition geworden waren der Seppl, der Roman und ich auch im letzten Jahr zu Gast auf die Niederwildjagd im Revier Tramin beim Überbacher Franz. Ich gehe persönlich sehr gerne auf die Hasenjagd, habe aber selber keinen Hund und nur sehr wenig Zeit, weshalb ich eigentlich normalerweise genau 2 Mal im Jahr diese Jagd ausübe: einmal, wenn wir nach Tramin eingeladen werden und einmal, wenn der Franz und ein paar andere Jagdkollegen nach Aldein kommen. Nach einem Kaffee starteten wir am Morgen, der Seppl und der Roman hatten ihre Hunde dabei, ebenso nahm der Franz den eigenen Hund mit. Wir gingen in die Obstanlagen und die Jagd dort ist ganz anders als bei uns am Berg. Man hat zwar immer wieder Sichtkontakt zu den Hunden, und hört fortlaufend das Jagen, jedoch wenn der Hund dann den Hasen aus der Sasse treibt, muss man sehr schnell sein,um zu Schuss zu kommen, denn man sieht den Hasen meistens nur sehr kurz über eine „Onawond“ springen. Langweilig allerdings wird einem nicht, denn Hasen gibt es genug und wir haben in all den Jahren die wir bereits nach Tramin gehen, immer Hasen erlegt. Nur ich persönlich hatte noch nie das Glück, einen Hasen richtig in Schussweite oder einmal länger als nur einen Sprung vor die Flinte zu bekommen. Mit dem frühen und starken Schneefall war es heuer das erste Mal, dass wir in Tramin Schnee vorfanden: und wieviel Spuren waren da! Das muss man einfach gesehen haben, als ob Hasen gehütet worden wären, so dicht verliefen die Spuren im Schnee. Es schien alles vielversprechend! Doch die Hunde fanden keine richtige Fährte, es war anscheinend zu kalt und trocken gewesen in der Nacht, und wenn sie einmal einen Hasen zufällig aufjagen konnten, konnten sie der Fährte nur kurz folgen und verloren den Hasen alsbald wieder. Nachdem wir so den Vormittag verbracht hatten und zwar mehrer Hasen gesehen, jedoch nie zu Schuss gekommen waren, versuchten wir unser Jagdglück nach einem gemeinsamen Mittagessen, das uns die Frau vom Franz vorzüglich zubereitet hatte, auch wieder am Nachmittag. Langsam schienen die Fährten besser zu werden! Ich erblickte plötzlich am Ende einer Reihe einen Hasen, jedoch zu weit zum Schießen. Da kam zufällig der Franz mit seinem Hund und ich wies ihn genau an die Stelle, wo ich den Hasen gesehen hatte. Und sofort begann der Hund zu Jagen! Zuerst ging es abwärts, dann wieder zurück herauf und bei uns vorbei, der Franz bekam sogar den Hasen kurz zu sehen und versuchte sein Glück, jedoch war es zu kurz, um den Hasen wirklich zu erwischen und mehr hat er nur geschossen, dass der Hund weiterjagen sollte. Und das tat er auch, denn schon kam er nach und verfolgte brav die Spur des Hasen. Ich lief immer in die Richtung des Jagens und „überholte“ so den Hund und auch den Hasen, der anscheinend immer wieder Haken schlug und so dem Hund die Verfolgung sehr erschwerte. Nach mehr als einer Stunde Jagen jedoch drehte der Hase, der mich in der Zwischenzeit wieder überholt hatte, um und kam genau in meine Richtung auf mich zu! Wie aus dem Nichts sprang er plötzlich vor mir aus den Bäumen, an mir vorbei und weiter. Der erste Schuss brach viel zu früh, noch bevor ich die Flinte richtig im Anschlag hatte, der zweite jedoch passte perfekt und der obbligatorisch „Morto“ Schrei erreichte auch den Franz, der sich darüber ebenso freute wie ich! Was für ein Gefühl: mein erster Hase!!! Und das um halb 5 Uhr abends! Bis Franz, Seppl und Roman nachgekommen waren (sie waren auf den Posten geblieben) war es bereits dunkel! Dem Jagdkollegen Franz, aber auch dem Seppl und dem Roman, die mich überredeten, trotz meiner vielen Verpflichtungen doch auch heuer wieder mitzugehen, möchte ich nachträglich für diesen wunderschönen Jagdtag und dieses einmalige Jagderlebnis ein aufrichtiges Vergelt's Gott aussprechen und Ihnen ein kräftiges Weidmannsheil für 2009 wünschen.  

 1. Bericht und Foto: Toni Gurndin, Jagdrevier Aldein 

                                                                                                                 

 

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