Bericht 04:  Marderjagd am Vormittag

Heute 22.01.2009, gegen acht Uhr, rief mich mein Jagdkamerad Hans an, und bat mich bei ihm Zuhause vorbeizukommen. David ebenfalls ein Weidgenosse,  war schon mit seiner Dackelhündin Flott vor Ort. Hans führte uns zu einem Nebengebäude an der Hofstelle und erklärte uns, weshalb er unsere Hilfe benötigte. Eine Marderspur im frischen Neuschnee, der während der Nacht gefallen war, führte zu dem Nebengebäude auf der Hofstelle.

David und ich versperrten die Ausgänge des Gebäudes, während Hans mit der Hündin Flott auf den Dachboden zu stöbern begann.  Es dauerte nicht lange, bis Hans rief: "Er kommt er kommt“, aber ich bekam keinen Marder zu Gesicht.  Plötzlich konnte ich nur kurz die funkenden Augen des Marders in einer Ecke erkennen.

Eine weitere Viertelstunde verging, während Hans im Inneren weiterlärmte.

Bei einer kleinen Öffnung in der Giebelmauer konnte ich den Marder wiederum kurz sehen, der durch die Scheune wechselte. Mit der Flinte hatte ich den hinteren Ausgang anvisiert, wo der Marder durchflüchtete.  Keine drei Meter kam er,  als die Ladung meiner Schrotgarbe ihn voll erwischte und der Marder verendet liegen blieb!

Der Steinmarder hatte ein ausgezeichneten Winterbalg.

 

Weidmannsheil

                                                                                                   

1. Bericht und Foto: Hermann   Großalber 

            

 

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