Bericht 02:  Während eines Kaminbrandes, 2 Sauen erlegt!

Im Novembermond des letzten Jahres,  hatte ich mir fest vorgenommen, möglichst zeitig aus dem Büro ins Revier zu kommen, weil die Sauen sehr früh in den Wiesen unterwegs waren. Auf der Suche nach Fraß hatten Sie in der Örtlichkeit " Gitzendell", nur 500 m von meinem Heimatort entfernt, schon mächtige Wiesenschäden angerichtet.
Leider gelang es mir an jenem Abend leider erst um 21.00 Uhr ins Revier zu fahren. Ich stellte am Haus meines Bruders meinen Geländewagen ab, packte mir den Rucksack, Dackel und Pirschstock und zog auf dem Weg Richtung
Leiter. Bis zur Leiter waren es wohl noch so um die 700m. Einiges an Rotwild stand etwas entfernt auf einer Kuppe und beobachtete mich und meine Bewegungen haargenau.
Ich zog weiter und konnte nach 500 m den ersten Blick auf die Wiese werfen. Wie ein Blitz traf es mich: Mitten auf der Wiese standen eine Rotte Sauen. 
Einzige Chance die ich nun hatte, war zurück zu pirschen und zu versuchen durch den Schatten gedeckt mit gutem Wind in eine gute Schussposition zu kommen.
Ich pirschte langsam zurück, legte Rucksack und Hund ab und pirschte vorsichtig Richtung Graben zum Waldrand. Als ich dort angelangt war, waren die Sauen noch durch eine Bodenwelle verdeckt. Ich pirschte vorsichtig weiter in der Hoffnung die Sauen zu sehen.

"Piep-Piep-Piep" schrillte der Alarm meines Feuerwehrpiepser in die ruhige Nacht. Von unserem Löschzug deren stellvertretender Zugführer ich bin, wurde ich zu einem Kaminbrandeinsatz gerufen. Da dieser Alarm nur zu meiner Information gedacht war, brauchte ich nicht zum Einsatz und fuchtelte stattdessen hektisch herum, um das Piepsen und die Lautsprecherdurchsage zu unterbrechen.
Ein Blasen und die Rotte stürmte Richtung Wald. Enttäuscht blickte ich einfach nach oben, denn ich wusste nicht ob  jetzt bei dieser Situation der Hl. Hubertus oder der Hl. Florian die Zuständigkeit übernimmt. Die Rotte verhoffte ca. 50  Meter vor dem Waldrand und blickte ganz ratlos in meine Richtung.
Längst schon hatte ich meine Waffe auf dem Zweibein zurechtgelegt und visierte schon einen Frischling,  der in der Nähe der Rotte stand. Ein Schuss unterbrach die Stille des Abends und im Zielfernrohr sah ich wie der Frischling  zusammenbrach.
Die Sauen stürmten nun weiter Richtung Wald und verhofften ein weiteres Mal, so dass ich mir auf gut 120 m den nächsten Frischling aufs Korn nehmen konnte. Ein weiteren Frischling brach im Feuer zusammen. Innerhalb wenigen Augenblicken konnte ich zwei Sauen erlegen.  
Zum Dank, ging ich am nächsten Tag in in die Kirche und zündete , neben dem Hl. Florian und dem Hl. Hubertus eine Kerze an.  Bei soviel Glück müssen beide mitgeholfen haben.

Waidmanns Heil
 

 1. Bericht: Andreas Haag

                                                                                                                 

 

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